Zuhören und Kinder

Zuhören ist das Thema einer aktuellen Blogparade.

Seit unser Räuber angefangen hat zu sprechen ist das Zuhören immer wichtiger für uns geworden. Am Anfang muss man erst rätseln was die Silben und Bruchstücke eines Wortes bedeuten, z.B. Banane=Bane.

Es ist schön mitzuerleben, wie ein Kind lernt sich anderen verbal mitzuteilen.

Mittlerweile verschlingt er die Worte beim Zuhören und will alles wissen. Gegenstände müssen benannt werden, erkannte Buchstaben im Buch müssen vorgelesen werden und Lieder müssen solange wiederholt werden bis er sie mitplappern kann….

So kann er gerade „Simsalabimbambasaladusaladim“ in einem Atemzug sagen und singen. Das ist schön ihm zuzuhören und macht spaß sich mit ihm zu unterhalten.

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Der Heilige Benedikt wusste bereits, was uns einmal bewegen würde. Kein Wunder, denn er lebte ja gewissermaßen für die Ewigkeit. Er sagte: „Höre. Neige das Ohr deines Herzens …“ Und weil uns natürlich auch noch der Kleine Prinz ins Ohr flüstert: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ – so wissen wir: Leben, Lieben, Glücklichsein, dafür brauchen wir die hohe Kunst des Hörens und des Sehens. Erst die Grundfertigkeiten – und dann kommt das Herz dazu. Also: Zuhören können ist ein Weg zum Glück. Deshalb ist Zuhören lernen keine Pflicht. Es ist eine ganz große Freude.

Nina Ruge
TV-Moderatorin, Buchautorin und Journalistin

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Wir stellen fest, dass zuhörgeübte Kinder ruhiger werden und besser mit Konflikten umgehen. Außerdem erweitern sie neben ihrer Aufmerksamkeit auch ihre Sprachkompetenz. Zuhören zu können, heißt, den anderen zu achten, wahrzunehmen und sich auf ihn einzulassen. Ein Kind in einem Hörclub hat einmal gesagt: „Wenn einem die Erwachsenen nicht zuhören, dann ist das so, als wenn man nicht da ist.“ Das bringt die existentielle Bedeutung des Zuhörens hervorragend auf den Punkt.

Frau Glück-Levi von der Stiftung zuhören

Auch wenn unser Räuber den ganzen Tag plappert und viel fantasiert, zeige ich ihm durch mein aktives Zuhören, das er mir wichtig ist. Dabei ist mein Handy, Tablet und Co. ausgeschaltet.

Manche Eltern haben die Augen beim Handy und nicken ihrem Kind abundzu zu, als Bestätigung des „zuhörens“. Das sehe ich oft auf dem Spielplatz. Das finde ich schade.

Ich wiederhole oder berichtige sein Gesprochenes.

Abends reflektieren wir nach der Vorlesegeschichte in seinem Bettchen noch mal den Tag. Fassen das Schönste nochmal zusammen.

Die Stimme eines Kindes,
egal wie ehrlich oder aufrichtig,
ist bedeutungslos für jene,
die verlernt haben zuzuhören.

aus „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ nach J. K. Growling

Hört euren Kindern zu und nehmt sie ernst (wenns manchmal auch schwerfällt) – das Fazit.

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