#momsrock / Das habe ich wirklich gut gemacht

..oder Eigenlob stinkt riecht nach duftenden Blumen

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Unter dem Motto #momsrock ruft Lucie Marshall derzeit zu dieser Blogparade auf.

Dem Ruf folge ich gern und lass die letzten zweieinhalb Jahre revue passieren.

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Typisch menschlicher Weg zur Einsicht: Ich bin gut! Korrektur: Ich bin supergut! Na ja, ich bin gut. Na gut, ich bin ziemlich gut. O.k., ich denke, ich bin gut. Also gut, ich bin fastfood-gut. Ach was, jetzt reicht’s mir: Ich bin gut!

© Wolfgang J. Reus (1959 – 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker

Ja, ich bin gut – als Mama.

Das schreibe ich voller Überzeugung und ohne rot zu werden.

Nach vier Jahren bangen, Untersuchungen und prophezeiter Kinderlosigkeit wurde ich schwanger. Mehr zu meiner Vorgeschichte kannst du hier lesen.

Es war keine schöne Schwangerschaft – Ich war gut!

Ich mußte ziemlich früh ziemlich viel liegen. Ich habe die Übelkeit 7 Monate durchgestanden. Ich habe das allabendliche Sodbrennen bis zum Erbrechen ertragen. In der 38. SSW war es dann soweit.

Die Geburt vom Räuber war gefährlich – Ich war gut!

Mittendrin bei der Geburt wurden die Herztöne vom Räuber auffällig. Mitten in den Wehen wurde ich OP-fertig gemacht. Wehenhemmer kurz vor den Presswehen bringens nicht wirklich. Für die PDA musste ich mich entspannen. Das sollte länger sein als eine Wehenpause dauerte, so daß die PDA richtig platziert werden konnte. So, da konnte ich nun zeigen ob ich das Wehen wegatmen bei dem GVK richtig gelernt hatte. Eine Hebamme saß mir ganz nah gegenüber, atmete mit und hielt meine beiden zitternden Hände fest. Der Kaiserschnitt konnte beginnen. Bald schon hielt ich den süßen Räuber im Arm.

Zwei Tage nach der Geburt wurde der Räuber nachts ganz blau und kam sofort in die benachbarte Kinderklinik zur Intensivstation – Ich war gut!

Ich habe an sein Leben geglaubt. Ich bekam ein Klinikpiepser auf Anfrage und wurde so jedesmal zum Stillen gerufen. Trotz Kaiserschnittwunde ging ich durch die Klinikgassen zur Kinderklinik. Tag und Nacht. Anfangs mit einem Rollstuhl. Zwischendurch pumpte ich Milch ab und ließ diese per Hauskurier zu meinem Baby bringen.

Nach 10 Tagen gingen wir als Familie gesund nach Hause – Ich war gut!

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Der Räuber hatte vier Monate lang die „3Monats“-Kolik. Ich war gut!

Ich bekam einen „Flieger-Arm“ vor lauter beruhigendem Herumlaufen mit dem Räuber in der Fliegerhaltung. Es half als einziges. Tag und Nacht. Zusammen mit meinem Mann schafften wir das. Eine Lobeshymne an meinen Mann kannst du hier lesen.

Ich habe dem Räuber von heut auf morgen den Schnuller entwöhnt – Ich war gut!

Er hat ihn freiwillig und selbst in den Müll geschmissen. Hab ihm immer mal wieder gesagt, wenn der nächtliche Schnulli wieder vom Beißen kaputt wäre, würde er nicht mehr ersetzt werden. Dann sei er zu groß für den Schnulli. So lang hat bei uns noch kein Schnulli gehoben. Dann war er doch bald kaputt. Der Räuber sagte „Putt, schade“ und watschelte in seinem Schlafsack zum Badmülleimer und legte ihn rein. ENDE.

Die beste Erziehungsmethode für ein Kind ist, ihm eine gute Mutter zu verschaffen.

Christian Morgenstern

Der Räuber ist ein tolles Kind.

Wir wünschten uns ein Geschwisterchen für ihn. Dabei sollte der Altersabstand nicht zu groß sein. Träume sind Schäume?

Ich wurde wieder schwanger – Ich war gut!

Mein Körper hatte gemerkt das es mein Ernst war nochmal schwanger zu werden. Leider benahm er sich nicht anders wie beim letzten Mal.

Wieder eine komplizierte Geburt – Ich war gut!

Die Wehen kamen so schnell. Wir konnten abends keinen Babysitter mehr fragen.

Also zog ich das alleine durch. Kurz und schmerzvoll.Tschakka!

Vier Stunden später hielt ich dann schon den Junikäfer im Arm.

Kannst du noch lesen oder wird dir schon schlecht vor lauter Eigenlob?
Bißchen mußt du noch aushalten.

Für meine Familie bin ich rund um die Uhr da – Ich bin gut!

Das meiste im Haushalt wird von mir erledigt. Dazu bin ich die einzige, die kocht. Zwei Wickelkinder. Nächtliche Ängste und Sorgen nehme ich mich an. Schnuller und Stillen wird da nebenher erledigt. Tagesprogramm ohne Auto organisieren steht immer an, mal mit Einkauf – mal ohne. Beide Kids in den Mittagsschlaf begleiten gehört ebenfalls dazu. Abends teilen wir das ins Bettbringen auf.

Ich hab da inzwischen meinen Tagesplan und die Kinder machen gut mit. So kommen wir viel an die frische Luft.

Wir unternehmen viel, aber nicht zu viel – Ich bin gut!

Mit dem Räuber hab ich Pekip und Babyschwimmen gemacht. Derzeit gehen wir als Familie 2 bis 3 Mal im Monat schwimmen.

Mit dem Laufrad kann der Räuber seine momentan wichtige Unabhängigkeit ein bißchen ausleben.

Ansonsten findet man uns auf einem Spielplatz.

Wöchentliches Mutter-Kind-Turnen macht uns allen drei riesig spass.

Eine glückliche Mutter ist für Kinder lehrreicher als hundert Lehrbücher über Erziehung.

Deutsches Sprichwort

Ich bin stolz und glücklich so tolle Kinder zu haben.

Freu mich auf die nächste spannende Zeit.

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