#schlechtesVorbild 5 schlechte Beispiele der Vorbildfunktion für Kinder

„Werte kann man nicht lehren, sondern nur vorleben.“

Viktor Frankel:
(Österreichischer Psychiater und Autor)

In diesem Sinne habe ich mal 5 Dinge gesammelt, die wir lehren und vorleben:

– wir lehren dem Räuber die Nudeln mit der Gabel zu essen – vorgelebt wird es abundzu, den letzten Soßenrest auf dem Teller in einer von den Fingern rausgefischten Nudel zu tunken

– wir lehren dem Räuber sein Kinder-Messer micht abzulecken – vorgelebt wird es allerdings ganz selten, dass man sich dabei erwischt das N…lla beschmierte Messer genüsslich abzulecken

– wir lehren dem Räuber beim Laufradfahren den Lenker gerade zu halten – vorgelebt wird beim Langsamfahren des MTB entsprechende Lenkerbewegungen um nicht absteigen zu müssen.

– wir lehren dem Räuber beim Treppensteigen die Hand am Geländer zu lassen – vorgelebt wird meist ein freihändiges Treppensteigen oder mit vollen Händen Treppensteigen

– wir lehren dem Räuber keine Spielsachen beim Essen zu benutzen, diese „gucken nur zu“ – vorgelebt wird jedoch manchmal ein Blick aufs Handy oder hier und da eine SMS.

„Eltern sollen positive Vorbilder sein“ – ich sage ihnen, das ist nicht möglich. Und werden das positive Kinder, wenn wir positive Vorbilder waren? Nö. Was waren meine Eltern für Vorbilder für mich – die meisten werden sehen, dass sie viel mehr von den negativen Vorbildern gelernt haben als von den positiven. Wenn sie das versuchen, ein „gutes Vorbild zu sein“, kriegen sie wirklich Ärger, die Kinder glauben das ja auch nicht, dass ihre Eltern so Übermenschen sind. Jesper Juul

Bist du manchmal auch ein #schlechtesVorbild?

Hier sammle ich eure Beispiele für ein schlechtes Vorbild sein:

NathalieK „Eine ganz normale Mama“ macht den Anfang. Vielen Dank liebe Nathalie:

Wir lehren, das SCH-Wort nicht zu benutzen und machen es selbst… das lässt sich ganz schön lange fortsetzen – wenn man aufmerksam durch den Alltag geht!

Die liebe Anna von der Familie Motte ist hierbei ein #schlechtesVorbild:

 Wir lehren die Motte nicht den Deckel vom Joghurt abzulecken und Mama macht es selbst vor 

Auch die liebe Sybille hat ein tolles Beispiel beschrieben:

Wir lehren den Kindern, über niemanden zu urteilen, und regen uns doch hin und wieder bis permanent über Nachbarn, Lehrer und dem Lahmar… im Auto vor uns auf.

Bei JesSi zu Hause passiert manchmal folgendes:

Nach dem Abendessen gibt es nichts Süßes mehr – und doch erwischt die Motte mich dann dabei wie ich noch ein Stück Schokolade oder einen Riegel nasche 

Bei Miri kann es mal so zu gehen:  

Ich spreche immer wieder mal mit Essen im Mund (schließlich muss man manchmal schnell sein, bevor das Kind beim Essen wieder irgendeinen Unfug angestellt hat), rufe laut durchs Haus “Waaas?” anstatt freundlich “Wie bitte?” zu sagen…

Vielen Dank für die ganzen tollen Beispiele. Freu mich sehr über weitere schlechten Vorbilder 🙂 Einfach kurz kommentieren und schon bist du dabei.

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16 Kommentare

    • Danke Anna für das tolle Beispiel. Puh, das mit dem Joghurt hab ich noch im Griff, weil ich da den Becher in der Hand habe….Nur, wie lang noch? Dann werde ich dort bestimmt ebenfalls ein #schlechtesVorbild sein.

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  1. Wir lehren den Kindern, über niemanden zu urteilen, und regen uns doch hin und wieder bis permanent über Nachbarn, Lehrer und dem Lahmar… im Auto vor uns auf.
    Okay, wichtig ist, dass es uns auffällt. Und ein „das hat Mama jetzt nicht gesagt“ macht sicher alles wieder wett 😉

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  2. Danke Sybille für dein klasse Beispiel. In den Genuß kommen wir im Auto beim aufregen. So lernen unsere Kinder die Schimpfworte, mit denen sie dann im Kindergarten angeben können 😉

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  3. Oh, in vielen genannten Beispielen erkenne ich uns leider wieder… Ich spreche immer wieder mal mit Essen im Mund (schließlich muss man manchmal schnell sein, bevor das Kind beim Essen wieder irgendeinen Unfug angestellt hat), rufe laut durchs Haus „Waaas?“ anstatt freundlich „Wie bitte?“ zu sagen…

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  4. O.k., ich versuche, meinem Sohn vorzuleben, klare Entscheidungen zu treffen. Das ist mir irgendwie wichtig, klappt allerdings so gut wie nie, wenn wir losgehen wollen: Ich sagen gefühlte hundert Mal: „So Janosch, wir gehen jetzt los“, bevor wir dann wirklich losgehen. Weil ich dann meistens doch noch mein Handy suchen muss (Ich such‘ noch schnell mein Telefon, dann gehen wir los), ich noch was trinken will (ich trink‘ noch schnell einen Schluck, dann gehen wir los), ich dann doch nochmal auf’s Klo muss (ich muss nochmal auf’s Klo, DANN gehen wir aber WIRKLICH los …). Das arme Kind steht währenddessen meistens schon fertig eingepackt und startklar an der Tür und wartet mehr oder weniger geduldig darauf, dass ich endlich aus dem Knick komme …

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