#Brüllmodus aus – aber wie?

Manchmal ertappe ich mich, wie ich erst leise und normal dem Räuber etwas sage, dann aber bei dessen Ignorieren immer lauter werde. Schließlich endet es bei einem etwas lauten Ton.

Erst erschrecke ich und dann auch der kleine Junikäfer nebst Räuber. Warum ist Mama jetzt im Brüllmodus? Das ist mir unheimlich, du sollst mich kleinen Menschen doch beschützen.

Zum Glück kam es bisher nur selten vor – aber das ist schon zu oft.

Was kann vielleicht helfen um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen?

Hier ein paar Tipps.

Wege aus der Brüllfalle
(Kurzfassung, nach Wilfried Brüning)

Geben Sie sich Ihren Kindern gegenüber als Erziehende zu erkennen.
Sie sind für die Erziehung Ihrer Kinder verantwortlich. Sie stellen die Regeln auf, besprechen sie mit Ihren Kindern und achten auf deren Einhaltung.

Eltern und Kinder sind keine gleichberechtigten Partner.
Die Idee des partnerschaftlichen Umganges zwischen Eltern und Kindern funktioniert nicht, wenn man
sich als Eltern durchsetzen muss. Eltern und Kinder haben nun einmal einen unterschiedlichen Entwicklungsstand. Wir Eltern sind für unsere Kinder verantwortlich.

Wie setze ich mich gegenüber meinen Kindern erfolgreich durch?
Für Kinder ist die Atmosphäre entscheidend, ob sie tun, was wir sagen, oder nicht.

Persönliches Auftreten / Erscheinen
Wenn wir etwas von unseren Kindern wollen, müssen wir für sie sichtbar werden, müssen wir neben unseren Worten auch unsere Augen, unseren Körper sprechen lassen. Solange wir nur zu hören sind, steht zwar das Wort im Raum, aber nicht das Gefühl, das Kinder spüren müssen: nämlich dass Vater und Mutter es auch wirklich ernst meinen.

Augenkontakt herstellen
Durch Augenkontakt können Kinder erkennen, was Eltern im Moment empfinden, was ihnen wichtig ist und was nicht. Der Augenkontakt sollte immer direkt sein.

Einfache, kurze Sätze verwenden
Ihre Kinder verstehen Sie am besten, wenn Sie in einfachen, kurzen Sätzen sprechen. Vermeiden Sie lange Vorträge. Zu langes Reden ist mit der Inflation vergleichbar: Je mehr Geld im Umlauf ist, desto weniger ist es wert, je mehr wir reden, desto wenig er wird es gehört.

Mehr als Reden wirkt oft „gekonntes Schweigen“
Folgt nach einer Aufforderung gekonntes Schweigen, steigt der Entscheidungsdruck für die Kinder:
Gebe ich den Begehren meiner Eltern nach, oder riskiere ich eine für mich ungemütliche Zuspitzung der Lage?

Das Anliegen ruhig und sachlich vortragen
Eltern, die ihre Anliegen hektisch und zappelnd vortragen, überzeugen nicht. Kinder registrieren dann Hektik und Aufregung. Ernsthaftigkeit ist für sie nicht spürbar.

Unklare Formulierungen und Wunschformulierungen meiden
Bei einem Wunsch können unsere Kinder auch „Nein“ sagen. Bei unklaren Formulierungen wirken wir unentschlossen und unsere Kinder fühlen sich nicht wirklich aufgefordert.

Keine leeren Drohungen
Oft sprechen wir falsche oder nicht ernst gemeinte Drohungen aus. Wer 10x am Tag seinen Kindern Konsequenzen ankündigt und diese nicht einfordert, macht sich unglaubwürdig und verunsichert seine Kinder massiv. Wie soll ein Kind verstehen, wann Sie es ernst meinen und wann nicht?

Ein Nein bleibt ein Nein
Wir sollten nur „Nein“ sagen, wenn wir es auch wirklich ernst meinen – sonst lieber gleich „Ja“ sagen.Ein sofortiges „Ja“ ist besser als ein 10-maliges „Nein“, das nachher in ein „Ja“ umkippt. Unsere Körpersprache ist oft viel deutlicher als die Sprache der Worte und erzeugt viel mehr Atmosphäre, als uns eigentlich bewusst ist. Die Energien, die wir im Erziehungsalltag benötigen, schlummern in uns selbst, in unseren Augen, in unserem Körper. Wir müssen Sie nur aufwecken, müssen sie aktivieren. Und zwar bevor wir in die Brüllfalle tappen.

Quelle: wege-aus-der-bruellfalle.de

Kinder sind doch unsere Zukunft.

Wir wollen ihnen diese Zeit des Aufwachsens erleichtern und sie in ihrem Handeln unterstützen.

Dabei dürfen wir unsere Macht und Stärke nicht ausnutzen.

Vielen Dank für die Idee der Blogparade an Top Elterblogs

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5 Kommentare

  1. Hey Anja,
    so, nun melde ich mich auch endlich zu Wort!
    Vielen Dank erstmal für deine Teilnahme an meiner „Zukunfts-Blogparade“! Ich konnte zwar keinen so richtigen Zusammenhang zum Thema „Zukunftswünsche“ feststellen, aber dein Beitrag ist definitiv sehr nützlich. Denn wer kennt das Dilemma nicht, dass man zwar erziehen muss, aber eigentlich gar keine Lust dazu hat…? Insofern: Danke für die Tipps!
    LG Anne

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Anne,

      da ich meine Gedanken des alten Zukunftsartikels https://kellerbande.wordpress.com/2014/12/13/ichwillzukunft-bis-19-12/ nicht wiederholen wollte widme ich mich in diesem Beitrag an etwas, das ich in Zukunft für meine Kinder ändern möchte.

      So auch das Fazit des Beitrags: Wir wollen ihnen diese Zeit des Aufwachsens erleichtern und sie in ihrem Handeln unterstützen.

      Dabei dürfen wir unsere Macht und Stärke nicht ausnutzen.

      Ich empfinde keine „Unlust“! Dafür bin ich Vollzeitmama und immer mit Herz und Seele dabei.

      Es ist eher manchmal das Unverständnis was gerade im Kopf des fast 3 Jährigen vorgeht. Mit so eine Gedankensprunghaftigkeit muß man erst lernen umzugehen.

      Lg

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