#wirsindallefreigeboren oder Kinder haben auch Rechte

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Bild: Gemeinschaftswerk von Kindern
Quelle: kinderbeteiligung-stuttgart.de

Gequälte Kinderseele

Die Tür fällt zu, sie ist gegangen.
Ich fühl mich wie ein Tier: gefangen!

„Geh bitte nicht, bleib doch daheim!“
Wir sind mit IHM jetzt ganz allein.

Ich lieg im Bett, ruhig und verschreckt.
Ich hätte mich so gern versteckt.

Doch nirgends werd ich sicher sein…
vor IHM, ich mache mich ganz klein.

Ganz langsam öffnet sich die Tür.
Oh Gott, zaub’re mich weg von hier!

Ich bin noch da… ER kommt herein.
„Komm Kind, du darfst jetzt Mama sein!“

Vor Angst fall‘ ich aus meinem Bett.
ER kommt zu mir und tut ganz nett.

„Tut nicht mehr weh, – komm her ich blase“
Oh, wie ich diese Worte hasse!

„Mein kleiner Schatz, ich hab dich lieb.“
„Nein“, will ich schrei‘ n, „DU bist ein Dieb!“

„DU stiehlst mir grad mein Kinderlachen.
Ich will nicht diese Dinge machen!“

Ich muß mit raus, hab keine Wahl.
Jede Minute wird zur Qual.

Ich zähl sie mit: „vier, fünf, sechs, sieben…“
Ich würd‘ am liebsten tot hier liegen.

Ich fühl‘ s rumor‘ n in meinem Bauch.
„Na kleine Frau, gefällt’s dir auch?“

Am liebsten würd‘ ich IHN bespucken.
Doch hab schon Angst, IHN anzugucken.

Die Zeit ist um… es ist vorbei.
„Du weißt, das wissen nur wir zwei.

Das muß unser Geheimnis bleiben,
sonst kann dich Mama nicht mehr leiden!“

„Sie glaubt dann nämlich, daß du lügst,
und stiehlst, und and’re auch betrügst.

Und weil sie’s dann nicht schafft allein,
steckt sie euch alle in ein Heim!“

Ich hab’s gelernt – ich darf nichts sagen.
Wem auch??? Es stellt ja niemand Fragen!

Ich geh ins Bad, will sauber sein.
Der Schmutz zieht in die Seele ein!

Ich werd nie sauber! Nie im Leben!!!
Kein Mensch kann mir mein Lachen geben…

kein Mensch kann diese Last ertragen,
die wir als Kind erfahren haben!

Ich bring IHN um….ich hasse IHN!
Ich hab bis heut‘ IHM nicht verzieh’n…

und heut‘ noch lieg ich oft im Bett –
ganz klein – und suche ein Versteck.

Ich bin jetzt groß, erwachsen schon.
Habe zwei Mädels und ’nen Sohn.

An meiner Seite ist ein Mann..
dem ich fast voll vertrauen kann.

Fast voll… denn immer bleibt ein Rest.
Der mich nie voll vertrauen läßt

Und das hat ER zuweg gebracht,
in jeder „Mama-Papa-Nacht“

Ich hab geschwor’n, daß nie ein Mann
das meinen Kindern antun kann.

Laß nie ihr kleines Herz zerstör’n,
werd vorher stumme Schreie hör’n!

Denn jedes Kind hier hat das Recht,
daß „Mann“ die Finger von ihm läßt!

Und alle kleinen Kinderseelen
sind da zum Lieben – nicht zum Quälen!

Sie können doch nur uns vertrau’n!
Wir sollten nicht zur Seite schau’n,
wenn sie uns bitten:

„Bleib daheim…
wir sind doch sonst mit IHM allein!“

© Christina Scheper

Mit dem sehr ernsten Gedicht möchte ich heute einleitend auf die Kinderrechte in Deutschland aufmerksam machen.

Auch schon in der Vergangenheut habe ich mich zu dem Thema „Gewalt an Kindern“ hier geäußert. Lest gern nach.

In diesem Video wird kindgerecht das Kinderrecht erklärt und erläutert. Schau es dir an. Vielleicht zusammen mit deinem Schulkind.

Die folgende Kurzfassung der Kinder- und Jugendrechte ist übersichtlich. Das gefällt mir.

Jede Mutter und jeder Vater sollte sich den Rechten des eigenen Kindes und anderer Kinder bewußt sein und diese achten.

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Quelle: download „Kinderrechte machen Schule 3“ bei kinderrechte.de

Helfen wir einander
unseren Kindern zu helfen

daß sie sehen lernen
mit ihren eigenen Augen

daß sie hören lernen
mit ihren eigenen Ohren

daß sie sprechen lernen
mit ihrem eigenen Mund

© Gerald Dunkl (*1959)

Hier noch ein Ergebnis einer kleinen Umfrage von Kindern einer Schule in Bad Cannstatt über ihre Rechte (Quelle: kinderbeteiligung-stuttgart.de):

Wir finden, dass behinderte Kinder die gleichen Chancen haben müssen wie Andere. Sie sind anders als wir, aber sie können nichts dafür. Sie dürfen nicht einfach ausgelacht werden, so wie beim Sport, wenn jemand ein gebrochenes Bein hat. Unsere Schule hat zum Beispiel keinen Fahrstuhl, wie sollen die Behinderten da hochkommen?
Zeynep (11)

Wir finden, dass Recht gut und nützlich, weil es hilft später eine bessere Arbeit zu finden. Es macht möglich, dass man schlau ist und später nicht leiden muss. Wenn man in die Schule geht, kann man sich verbessern, in dem  Fach, in dem man schlecht ist. 
Patrick (11)

Jedes Kind hat das Recht auf ein liebevolles und  gut versorgtes Leben in der Schule und Zuhause. Jedes Kind sollte das Recht haben im Land die gleichen Rechte zu haben, wie jeder Andere. Jungen und Mädchen haben das Recht auf die gleiche Schule zu gehen.
Mayan (11)

Informationen sollten nicht unter den Erwachsenen bleiben, sondern wir Kinder sollten darüber auch etwas erfahren. Die Erwachsenen sollten den Kindern eine Chance zuteilen, auch mitzureden. Bei der Meinungsäußerung wird den Kindern oft keine Chance gegeben, um etwas Wichtiges zu sagen. Den Kindern werden oft keine Informationen gesagt! Auf einer Website wäre es gut, wenn die Information dort stehen würde!
Tim (11)

Wir finden dieses Recht gut, weil es schlimm wäre, wenn man keine Zeit für sich hat. Zum Beispiel, wenn die Mutter in dein Zimmer reingeht und dein Tagebuch liest, oder deine Facebooknachrichten. Es wäre auch noch schlimm, wenn einer von deinem Elternteil deine Tagebuchgeheimnisse ins Internet stellt, oder wenn deine Eltern dich öffentlich bloßstellen. Am besten hat man Ruhe im Kinderzimmer. Wenn man keine Privatsphäre hat, wird man mit der Zeit psychokrank, dass ist eine sehr schlimme Krankheit, die nicht heilbar ist. 
Anna (11)

Wir finden es wichtig, weil Kinder ohne Eltern immer traurig sind. Die Eltern sollten sich jeden Tag um das Kind kümmern, damit es sich wohl fühlt. Die Eltern sollten das Kind gesund ernähren. Die Eltern sollten ihrem Kind Freiheit schenken und sollten ihre Kinder ein paar Mal an die frische Luft lassen. 
Charity (11)

Die Eltern sollten sich nicht streiten und Zeit für ihr Kind haben und sie sollten ihr Kind nicht abweisen, denn das Kind gehört zur Familie. Die Eltern sind verantwortlich für die Entwicklung ihres Kindes. Die Eltern sollten ihr Kind in die Schule gehen lassen, damit es sich bildet.
Tobias (11)

In diesem Sinne, nehmt eure Kinder ernst und seid eurer Verantwortung bewußt.

Das haben sich die Kinder verdient – ALLE!

Noch mehr Gedanken zu dem Thema Kinderrechte findet ihr bei dem wundervollen Blog Grossekoepfe.

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3 Kommentare

  1. Schöner Post 🙂 Hör mal ich schreib gerade auch an einem Blog von einem werdenen Papa an werdene Papa’s gedacht. Wenn du jemanden kennst oder selber interesse hast, schau doch mal vorbei 🙂 howtobepapa.wordpress.com

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