Attentate – Anschläge – Terror, wie erklären Eltern es ihren Kindern? Oder: Sie haben Waffen, aber wir haben Blumen

image
Bildrechte: Pixabay.com

Ich träume davon

Ich träume davon
daß einmal jeder Mensch
der sich nach Freiheit sehnt
frei sein wird
frei von inneren und äußeren
Zwängen
und er sein Leben
das ihm anvertraut ist
auch leben kann

ich träume von einer Welt
in der nicht mehr der
als schwach gilt
der seine Gefühle
Ängste und Schmerzen
offen zugibt

ich träume
von einer Gesellschaft
in der sich der Einzelne
empfindsam
und voll Mitgefühl
geben kann
ohne dafür verachtet
verspottet und ausgegrenzt
zu werden

ich träume davon
daß wir einmal dahin kommen
daß wir die Sehnsucht
des anderen
frei zu sein
zu unserer eigenen Sache
erklären
und ihm helfen
Türen zu öffnen

ich träume davon
daß uns die Probleme
und Sorgen
unserer Mitmenschen
nicht mehr gleichgültig sind
und uns für sie öffnen
und ihnen mit Tat
und Kraft
zur Seite zu stehen

Ich träume von einer Welt
in der Kinder und Erwachsene
keine Angst mehr
vor Gewalt
und Terror
haben müssen

ich träume davon
daß wir eines Tages
den Mut haben
liebevoll und
ehrlich miteinander
umzugehen
wie nur Kinder
es uns in ihrem
grenzenlosen Vertrauen
vorleben

ich träume davon
daß alle Kälte und
Unmenschlichkeit
aus unseren Herzen
verbannt wird
und wir endlich begreifen
was es heißt

Mensch zu sein

© Gudrun Kropp 

Leider können wir unsere Kinder nicht vor allem bewahren, so gerne wir uns das auch wünschen. Denn leider ist das Böse mitten unter uns.

Kinder haben eine ganz andere Wahrnehmung und ihre eigenen Fragen und Gedanken zu diesem Thema. Ich finde es wichtig, auch darüber zu sprechen, damit sie sich nicht durch ihre eigenen Gedanken zurückziehen und ängstigen.

Quelle: Tafjora

Ich möchte verhinden, dass meinen Kinder Angst haben müssen vor den schrecklichen Ereignissen in dieser Welt. Aber ich möchte auch nicht, dass ihnen Angst gemacht wird durch Bemerkungen und Erzählungen von anderen Leuten. Wenn, dann soll die Tochter es von mir hören! Vorallem soll sie wissen, dass sie zu mir oder zum Mann kommen kann, wenn sie etwas für sich besorgniserregendes gehört hat.

Quelle: Mama notes

Was ist richtig? Wie viel können sie ab?

Wir müssen nach Alter unterscheiden:

Bis zum Vorschulalter (ca. 5-6 Jahren) einfach nur auf Fragen reagieren…

Ab ca. Grundschulalter sollten Eltern aktiv das Gespräch suchen…..

Generell gilt aber: Mehr Zuhören als selbst reden!

Quelle: Tollabea

Wichtig sei ohnehin nur, das Gespräch von sich aus zu beginnen und damit dem Kind die Möglichkeit zu geben, die Fragen zu stellen, die es selbst beschäftigen.

1. Bei der Wahrheit bleiben

Eine Richtlinie gibt es dennoch: „Sagen Sie die Wahrheit, auch wenn Sie schrecklich ist“, so Halmos. Es gelte dabei, das Kind nicht in Panik zu versetzen. Makabere Einzelheiten der Taten haben deshalb im Eltern-Kind-Gespräch nichts zu suchen.

2. Details auslassen

Berichten Augenzeugen im Interview von den Taten, fallen schon einmal Formulierungen wie „Überall lagen Leichen auf dem Boden“. Diese Details sollten Kindern erspart bleiben. Sie erzeugen Bilder im Kopf, die emotional viel stärker wirken als die reine Erklärung dessen, was geschehen ist. Albträume können die Folge sein.

3. Keine Bilder zeigen

Auch reale Bilder von Toten oder Videoaufnahmen der Taten sollten Kindern nicht gezeigt werden. Vor allem Schulkinder können von sich aus an diese Aufnahmen geraten – dann ist es angezeigt, darüber zu sprechen. Auf keinen Fall sollten Eltern von sich aus solche Bilder präsentieren.

4. Sicherheit vermitteln

Kinder, vor allem jüngere, können unmöglich politische Hintergründe verstehen. Umso schwieriger ist es für sie, die Ereignisse zu begreifen. Kinder werden fragen, warum Menschen so etwas tun und sie werden wissen wollen, ob das auch in ihrem Umfeld geschehen kann.

Sätze wie „In Deiner Kita wird so etwas nicht passieren“ oder „Ich passe auf Dich auf, damit Dir nichts geschieht“, sehen die Psychologen nicht als Unwahrheit an – diese kleinen Versprechen vermitteln dem Kind Sicherheit in einem Moment, in dem es diese dringend braucht.   

5. Unter Dreijährige fernhalten

Eine Altersgrenze setzt der Psychologe Christian Lüdtke in einem Interview mit der „Zeit“. Bis zu einem Alter von drei Jahren, rät er, sollten Eltern ihre Kinder vom Geschehen fernhalten. „Danach, bis zehn, würde ich nur mit ihnen reden, wenn sie aktiv danach fragen“, sagt er.

Mit über Zehnjährigen hingegen könne man sehr sachlich über die Ereignisse sprechen – die Verunsicherung der Eltern sollte aber in jedem Fall kein Thema für Kinder sein.

Quelle: focus.de

Wir können diesen Irrsinn nicht stoppen.
Aber wir können wenigstens versuchen, ihn nicht noch weiterverzubreiten, in dem wir selber Hass säen.

Und nimmt der eigene Hass und die Wut überhand, dann ist es vielleicht einfach besser, kurz durchzuatmen und einfach mal die Klappe zu halten, bevor man das weiterverbreitet, was man selber so sehr verabscheut:
Hass.

Quelle: Elternplanet

Kindgerechte Erklärungen bieten der KiKa mit einem Chat und Webtalk (kika.de), Kindernachrichten wie „logo!“ (tivi.de), „neuneinhalb“ (neuneinhalb.wdr.de), „Kindernetz“ (kindernetz.de/minitz), „Sowieso“ (sowieso.de), der Kinderradiokanal (kiraka.de),kruschel.de, mt.de/lokales/kindermt oder Infoseiten wie hanisauland.de. Eltern und Kinder können auch Beratungsangebote wienummergegenkummer.de nutzen.

Quelle: Schau hin

Wir. Wir sind Paris. Wir sind Beirut. Wir sind Syrien. Und in allererster Linie sind wir Mensch.

“Darkness cannot drive out darkness;

only light can do that.

Hate cannot drive out hate;

Only love can do that.”

 Martin Luther King, Jr.

Quelle: Lucie Marshall

Advertisements

Was meinst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s