#Adventsgast Tag 23 oder wie Tina Weihnachten auf amerikanisch feiert

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Das Christkind

Die Nacht vor dem Heiligen Abend,
da liegen die Kinder im Traum.
Sie träumen von den schönen Sachen
Und von dem Weihnachtsbaum.

Und während sie schlafen und träumen,
wird es am Himmel klar,
und durch den Himmel fliegen
drei Engel wunderbar.

Sie tragen ein holdes Kindlein,
das ist der Heilige Christ.
Es ist so fromm und freundlich,
wie keins auf Erden ist.

Und wie es durch den Himmel
still über die Häuser fliegt;
Schaut es in jedes Bettchen,
wo nur ein Kindlein liegt.

Es freut sich über alle,
die fromm und freundlich sind,
denn solche liebt von Herzen
das liebe Himmelskind.

Heut schlafen noch die Kinder
Und sehen es nur im Traum.
Doch morgen tanzen und springen
Sie um den Weihnachtsbaum.

Robert Reinick 

Ein Tag vor Heilig Abend ist die liebe Tina mein Adventsgast.

Sie schreibt von sich selbst:

Ich heißte Tina, bin 38 Jahre und lebe mit meinem Mann und meinen Kindern (5 und 3) in Chattanooga, Tennessee. Auf meinem Blog schreibe ich über mein Leben als Expat Wife und über all die Dinge, die mich im Alltag beschäftigen und inspirieren. Ihr findet mich auch auf Facebook, Instagram und Twitter.

Viel Spaß.

„Oh what fun“ – Weihnachten auf amerikanisch

Wir leben als deutsche Expat-Familie in den USA und feiern dieses Jahr bereits unser viertes Weihnachten in unserer neuen Heimat. Im Laufe der Zeit ist dabei ein bunter Mischmasch aus amerikanischen und deutschen Traditionen entstanden, den ich Euch heute gerne vorstellen möchte.

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Am 1. Dezember packen meine beiden Kids nicht nur das erste Päckchen des Adventskalenders aus, sondern begrüßen auch unseren weihnachtlichen Besucher, den Elf on the Shelf. Unser Elf heißt Jake und versteckt sich jeden Tag an einem anderen Ort. Er beobachtet im Auftrag von Santa Claus das Treiben in unserem Haus ganz genau und heckt allerlei Schabernack aus. Aber bitte nicht anfassen oder der kleine Elf verliert seine magische Zauberkraft!

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Abends lesen wir ein Kapitel aus dem Schnüpperle-Weihnachtsbuch – eine Familien-Tradition, mit der schon mein Mann und ich groß geworden sind. Deshalb gibt’s das Buch bei uns auch in doppelter Ausführung. Beim Vorlesen fällt mir allerdings auf, dass so langsam ein sprachliches Update notwendig wäre…

Bis Weihnachten vergeht die Zeit wie im Flug: wir schreiben unsere Weihnachtskarten (dafür haben wir im Herbst extra ein Familien-Photo-Shooting gemacht, mit farblich aufeinander abgestimmter Kleiderauswahl – ganz nach amerikanischer Tradition), dekorieren Gingerbread Houses, trinken selbstgemachten Glühwein oder Chai Tea aus dem Slow Cooker, wundern uns über Christmas Parades, die einem deutschen Faschings-Umzug sehr ähnlich sind (oft mit zusätzlicher militärischer Komponente) oder durchfahren eine kunterbunte Drive-Thru Christmas Light Show. Spectacular!

Kurz vor dem Heiligen Abend steht dann das Aussuchen des Weihnachtsbaums auf dem Programm. Und das gestaltet sich als schwierig, denn zu diesem Zeitpunkt ist die Auswahl nicht mehr besonders groß. Traditionell stellen die Amerikaner ihren Weihnachtsbaum schon an Thanksgiving auf, dem letzten Donnerstag im November. Da aber in vielen Haushalten der Plastikbaum einfach nur vom Dachboden geholt werden muss, konnten wir immer einen schönen Baum finden – einen echten natürlich!

Ganz frei von familiären Verpflichtungen feiern wir Weihnachten und nehmen das beste aus beiden Welten mit: am Heiligen Abend beschert uns abends der (deutsche) Weihnachtsmann und am 1. Weihnachtstag befüllt Santa Claus die Stockings am Kamin!

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Die Weihnachtszeit ist bislang immer eine stressig-schöne Zeit gewesen, während der ich selten meine Heimat Deutschland vermisst habe. Aber spätestens wenn zu den Feiertagen das Alltagsleben zumindest für einen Tag Pause macht (nur der 25. Dezember ist hier ein Feiertag), kommt ein bisschen Sehnsucht auf: nach den stimmungsvollen deutschen Weihnachtsmärkten, besonders den in meiner Heimatstadt Braunschweig. Denn nur hier gibt es die weltbesten Poffertjes und gebrannten Mandeln! Und zu ein paar selbstgemachten Knödeln zum traditionellen Gänse-Braten, verspeist im großen Familienkreis, würde ich auch nicht „nein“ sagen! Ich bin jetzt schon sehr gespannt, ob wir unsere deutsch-amerikanischen Traditionen auch im nächsten Jahr weiterführen werden. Dann sind wir nämlich wieder zurück in Deutschland und werden den Weihnachtsmärkten bestimmt eine Umsatzsteigerung bescheren.

Vielen Dank, liebe Anja, dass ich Dein Adventsgast sein durfte! Merry Christmas, y’all!

Vielen 💖lichen Dank an Tina.

Du hast Lust auf weitere Adventsgäste bekommen?

Eine Zusammenfassung aller #Adventsgast-Beiträge findest du hier.

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3 Kommentare

  1. Den Weihnachtself kannte ich noch nicht. Eine bezaubernde Idee, die Kindern sicher sehr viel Spaß macht. :-)) Die Paraden hatten wir in England auch. Beim ersten Mal war es etwas merkwürdig für uns anzuschauen, aber kleine Kinder finden Kostüme immer klasse. Gerade an Weihnachten kann man so viel über andere Länder lernen. In diesem Sinne: Merry christmas!

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