Keine Gnade für die Wade – Achim Achilles #Rezension

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Keine Gnade für die Wade: Neues vom Wunderläufer“ von Achim Achilles

Inhalt:
Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen Qualität kommt von Qual – so lautet das Motto des Wunderläufers Achim Achilles.

Dabei ist es ihm und seiner stetig wachsenden Fangemeinde egal, dass er trotz intensiven Trainings kaum von der Stelle kommt. Von legendären Misserfolgen und traumatischen Lauferlebnissen über den täglichen Kampf mit dem Krampf bis zum Irrsinn Marathon – in seinem neuen Buch bringt Deutschlands bekanntester Freizeitsportler wieder schonungslos lustig den wunderbaren Wahnsinn des Sports auf den Punkt.

Zur Person:

Achim Achilles, Jahrgang 1964, lebt verheiratet mit einer verständnisvollen Frau in Berlin, läuft aber überall, wo es wehtut. Motto des Wunderathleten: „Qualität kommt von Qual“.

Dabei ist es Deutschlands bekanntestem Freizeitsportler egal, dass er trotz intensiven Trainings kaum von der Stelle kommt. Für ihn ist der Weg das Ziel. Seine Lieblingsfeinde auf dem Weg zum Ziel sind Walker und andere Pseudosportler.

Bewertung des Buches:
Achim Achilles schreibt als erfahrener und erfolgreicher Läufer ein aufrüttelndes Tagebuch. Leider hat er nach eigener Aussage den Zauber des Anfangs vergessen, weiß nicht so genau wo er hin will.
„Das Laufen und ich, wir sind wie langjährige Ehepartner. Wir wissen, wir wissen was wir voneinander zu erwarten haben. Wir wissen, wo die Grenzen sind. Wir wissen was uns gutttut. Wir wissen um die Alternativlosigkeit des Miteinanders. Wir wissen das es nicht einfach ist und auch nie sein wird. Deswegen schonen wir uns heute mal.“
Mit einer kräftigen Priose Humor beschreibt er sich anfangs al „Laufhure“.

Dann freut Achim sich auf seine Laufbegleitung Thomas, der alles genau abmisst, nachrechnet und eine Vorliebe für nutzlose Details hat.

Beruhigend las ich die Stelle des vollen Kleiderschranks des Läufers.
Es folgt eine Beschreibung eines Laufschuhtests mit folgendem Fazit:
„Der erste Testlauf legt die Vermutung nah, dass die Unterschiede zwischen Laufschuhen vor allem im Kopfexistieren. Lahme Schenkel werden auch mit 200 Euro Tretern nicht schneller.“

Ein 5 Kilometer-Lauf mit einem 8 Jährigen empfindet unser Wunderläufer als Psychokrieg mit einem Drittklässler, der auf den letzten Metern sogar noch beschleunigt.

Ob Sauna oder Fitnessstudio – Herr Schuhmacher trifft immer auf echte Originale und hat Spass mit den Anwesenden.

Den sportlichen Sex mit seiner Frau Mona lässt er auch nicht aus.
Sportliche Hausarbeit sieht er als Trainingskonzept.

Es folgt ein Urlaub in einem Golfhotel. Danach muss Achim wieder neu mit dem training beginnen und hat dafür 10 Tipps parat.

Seine Devise: Laufen soll Spaß machen, sonst sollte man es lassen. „Bock auf das, was man tut.“ Und dann zählt er die schlechtesten Motivationstipps auf.

Im folgenden Kapitel macht sich Achim lustig über die Kleidungswechsel der Triathleten.

Anschließend erläutert er die Grundtypen beim Lauftreff, z. B. Raketen-Renate, Technik-Theo oder Killer-Kevin.

Seine Meinung zum Strongmanrun:
„Der Strongmanrun und seine vielen Verwandten bieten Urlaub vom Ich: ein bisschen Heavy Metal wie in Wacken, ein Schuss Kölner Karneval, durchaus Sport um Rumsauen wie zu Woodstocks Zeiten.“

Und dann das Requiem an seine Schwimmbrille – einfach herrlich.
„Hast du je darunter gelitten, dass ich dich angespuckt habe?“

Der Autor gibt noch ästhetische Grundregeln in Form einer no-go Liste der schlimmsten Freizeitsportsünden mit auf den Weg.

Mit seinem Sohn unternimmt er eine Radwandertour und macht anschließend einen Quadrathlon.

Achims Erfahrungen ohne Pulsuhr einen Halbmarathon zu laufen sind unentbehrlich für den Leser.
Auch nimmt er Stellung zu den Todesfällen beim Berliner Halbmarathon
„Kein Sport ist noch mehr Mord“
Charles Bukowski sagt: „Find what you love and let it kill you.“

Während seines Kreuzfahrtschiffurlaubs sammelt er 10 Gründe warum Laufen auf hoher See seine Reize hat – oder auch nicht.

Abschließende Bekenntnis und Fazit des Buches:

„Laufen ist Hoffnung, ist Glaube ans Morgen, die Gewissheit, dass es weitergeht, wenn auch nicht immer im gewünschten Tempo, also eigentlich nie.“

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