Gedanken zur Kinderbegleitung oder wie funktioniert autoritative Erziehung

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Ich glaube, daß Erziehung Liebe zum Ziel hat. Wenn Kinder ohne Liebe aufwachsen, darf man sich nicht wundern, wenn sie selber lieblos werden.

Astrid Lindgren

Als wir unverhofft Eltern sein durften machten wir uns natürlich auch Gedanken zur Kinderbegleitung.

Uns fielen in der Schwangerschaft immer mehr Beispiele ein, wie es NICHT laufen sollte.

Als der Räuber dann da war stand die Art der ersten Kinderbegleitung fest:
L I E B E und rund um die Uhr einfach D A S E I N.

Ein kleines unschuldiges Wesen braucht meiner Meinung nach noch keine andere Erziehungsmaßnahmen außer Geduld und Vertrauen zu schenken.

Aber umso mobiler der Wirbelwind wurde desto mehr mußten wir uns über Grenzen setzen, Konsequenzen und „Nein“ sagen beschäftigen.

Der Räuber darf merken, wenn sein Verhalten jemand gefährdet oder etwas kaputtgehen könnte.

Dann gibts ein bestimmend ausgesprochenes „NEIN“. Inzwischen bekommt er auch eine kindgerechte Erklärung warum wir dieser Meinung sind.

Manchmal bekommen wir seine Beweggründe seines Handelns zu hören.

Diese Kommunikation ist uns sehr wichtig.

Auch ein paar Umgangsregeln konsequent einhalten bedeuten für uns das Lernen von Kompromissen, Fairness und gegenseitige Rücksichtnahme.

Eltern glauben, beste Freunde ihres Kindes sein zu müssen. Sie wagen nicht, ihm zu widersprechen
David Eberhard

Zu diesen Eltern gehören wir nicht. Vielleicht würden einige behaupten dies läge an unserem reifen Alter.

Ich bin der Ansicht, dass ich als Mutter gerade eine besondere und andere Beziehung zu meinen Kindern aufbaue als eine Freundschaft.

Eine Freundschaft kann man kündigen. Aber ich bleibe für meine beiden Kinder immer die Mutter. In guten wie in schlechten Tagen.
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Bei uns spielt auch das Verzeihen eine große Rolle. Wir sind nicht nachtragend und können uns nach einem Streit oder Wutausbruch schnell wieder in den Armen liegen.

Den Rest lernen die beiden viel durch unser Verhalten und Vorleben.

Bis auf ein paar Ausnahmen, die ich zusammen mit meinen Leser/innen in einem vergangenen Beitrag „5 schlechte Beispiele zur Vorbildfunktion für Kinder“ schon gesammelt habe. Vielleicht fällt dir noch ergänzend was dazu ein. Freu mich darauf.

Für mich sind Freiheiten der Kinder sehr wichtig. Damit ist einerseits die räumliche Freiheit gemeint. In einem sicheren und abgesprochenen Umkreis dürfen sie sich frei bewegen. Dabei besteht für mich jeder Zeit die Möglichkeit eines Sichtkontaktes -Wir wohnen in einer Sackgasse.

Mehr dazu und warum wir keine Helikopter-Eltern sind kannst du gerne im Beitrag “ Was haben Jesper Juul und seine Bücher mit dem 18. Jahrhundert zu tun?“ nachlesen.

Nicht autoriär aber auch nicht antiautoritär – erst durch das Buch „Lasst die Kinder los“ weiss ich welchen Erziehungsstil wir eigentlich leben, nämlich den autoritativen.

Vielen Dank an den tollen Blog Zwerggeflüster für die Inspiration zu diesem Text.

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