Ich geh aber nicht mit zum Wandern! Die 50 häufigsten Familienkonflikte und wie Sie da gut wieder rauskommen

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Bildrechte: Randomhouse.de

Ich geh aber nicht mit zum Wandern! Die 50 häufigsten Familienkonflikte und wie Sie da gut wieder rauskommen

Inhaltsangabe von Randomhouse.de:

Wie reagiert man, wenn der Sohn den Teller zurückschiebt und seiner Mutter mitteilt: „Schmeckt voll eklig“? Was tun, wenn die Zweijährige sich morgens partout selber anziehen will, obwohl die Zeit drängt? Mathias Voelchert ist Gründer und Leiter der Familienwerkstatt familylab.de in Zusammenarbeit mit Jesper Juul. Gemeinsam mit Andrea Kästle nimmt er typische Konflikte von der Geburt bis zur Pubertät unter die Lupe, die Eltern unter den Nägeln brennen. Statt abstrakter Erziehungsmaximen bieten die Gespräche der beiden konkrete Anregungen, wie man zu sinnvollen Lösungen für Eltern und Kinder kommt.

Meine Buchbewertung:

In einer Art Interview unterhalten sich die beiden über die verschiedensten Erziehungskonfliktmöglichkeiten.

Viele Beispiele und vorgestellten Situationen nickt man ab und denkt sich: Das kenn ich von zu Hause.

Aber gekocht hat man trotzdem umsonst.
Wieso umsonst? Sie essen doch auch. Das Wichtigste bei der Sache ist, glaube ich, zu verstehen, dass das Kind ja nicht gesagt hat: »Ich mag dich nicht.« Es hat nur einen anderen Geschmack. Ich will auch weg von der Vorstellung, dass man selbst mit Liebe gekocht hat – und es deshalb jetzt den anderen schmecken muss.

Oder:

Soll man das Mittagessen dazu nutzen, die Kinder zu erziehen?
Nein, das lässt man ganz einfach. Kinder kooperieren, auch ohne dass man sie erzieht. Die Stimmung isst man ja immer auch mit. Ich würde überhaupt keine Problemthemen anschneiden am Tisch.

Vorgestellt wird auch der eigene Konflikt der Fremdbetreuung vs. Eigenbetreuung:

Aber man sollte sich schon bewusst machen: Krippe ist für Kinder anstrengende Arbeit. Ein guter Kompromiss könnte eine gesunde Mischung aus Eigen- und Fremdbetreuung sein.


Nur, ist das in vielen Familien überhaupt möglich? Ich habe das Glück zu Hause bei den Kindern zu sein. Rund um die Uhr. Aber manche Eltern können oder wollen das ja einfach nicht. Da gibts im Buch noch ein paar Tipps.

Im Buch habe ich gut gelernt, wie und in welcher Weise ich mich gegenüber meinen beiden Zwerge durchsetzen kann und sollte. Darauf werde ich in nächster Zeit mal ein größeres Augenmerk darauf haben.

Was heißt das: Kinder kooperieren immer, wie Jesper Juul sagt?
Das heißt, dass sie mitmachen. Wobei mit mitmachen nicht gemeint ist, dass sie folgen, wie wir uns das oft vorstellen. Sondern, dass sie in ihrem Verhalten spiegeln, was gerade in der Familie los ist.
Das heißt, sie weinen, wenn die Eltern traurig sind?
Ja, zum Beispiel. Sie kooperieren mit den Gefühlen der Eltern. Oder sie können nicht lernen in der Schule, wenn die Elternbeziehung bis zum Bersten gespannt ist.

Dieser Aspekt der Kooperation von Kindern sollte jede Familie verinnerlichen.

Kennst du das auch? Du denkst, du redest gegen eine Wand? Dein Kind hört einfach nicht – auch nicht beim 10. Mal! Was soll man da machen?

Wenn ich etwas 100 Mal gesagt habe, ohne Erfolg, dann liegt das nicht am Kind, sondern an der Art, wie ich mich ausgedrückt habe?
Ja, offenbar haben Sie nicht die richtigen Worte gefunden. Sie können Ihrem Kind das ja jetzt auch so sagen: »Ich hab dir das schon 100 Mal gesagt, aber es hat nicht funktioniert. Ich probier’s jetzt mal anders … Ist es jetzt bei dir angekommen?«
Und ich sage eben nicht: »Kannst du nicht endlich mal hören? Ich bin es leid! Ich rede und rede und dir ist es total egal!«
Nein, bitte, das alles nicht. Weil das Kind damit schuldig gemacht wird dafür, was mir nicht gelingt.

Aber mal ehrlich. Klappt das bei euch? Ich hab das auch schon mit den unterschiedlichsten Worten probiert. Manchmal ist das Kind einfach so vertieft in sein Gucken oder Tun, das es einfach nicht registriert, was ich jetzt von ihm will. Oder es ist das Wutmonster zu Bescuh, dann kann ich eh sagen was ich will.

Da macht mir das Buch es sich ein wenig zu einfach. Meine Meinung.

In Bezug auf Medien brauchen Kinder einen Rahmen, das können sie selbst nicht von Anfang an im Griff haben.
Den Strom abzudrehen, ist auch eine Konsequenz.
Ja, und zwar eine, die zeigt: Ich bin am Ende meiner Möglichkeiten angelangt. Das sollte man dann auch so formulieren: »Ich will, dass du das jetzt akzeptierst. Das ist mein letztes Mittel, ich will, dass du jetzt mitmachst.«

Uiuiui, Stecker rausziehen war bei uns zum Glück noch nicht nötig. Ich gebe vor, dass es noch ein Level spielen darf oder eine Minisendung sehen darf und dass dann wieder etwas anderes gespielt wird. Das klappt gut. Meist bin ich eh dabei und kann es gut steuern.

Mehr zur Medienkompetenz aus einem sehr tollen anderen Buch erzähle ich euch in einem Folgebeitrag.

Kinder können ziemlich Druck machen, Neinsagen ist anstrengend.
 Darauf geht nicht nur das Buch ein. Auch ich habe bereits einen Beitrag dazu verfasst: Nein heißt nein

Besonders schön fand ich das Kapitel über das Familienglück.

Ich will natürlich, dass meine Kinder eine glückliche Kindheit haben. Was kann ich dafür tun?
 Am besten, ich sorge selbst für mein eigenes Glück. Kinder lernen ja am meisten über Vorbilder. Und das Glück ergibt sich nun mal im Leben.

Bist du glücklich? Kannst du dein Glück an deine Familie weitergeben?

Ich bin mitterweile so weit, dass ich ernsthaft sagen und schreiben kann, dass ich glücklich bin. Das schlägt sich auch auf die Laune und das Gemüt der Kinder wieder.

Allerdings beginnen die beiden Kids langsam sich gegenseitig zu pisacken und ständig zu mir zu laufen mit den Worten: „Mammmmmaaaaaa?! Der Räuber hat dies und das getan“ Und dann kommt das andere und beteuert, es wäre ganz anders gewesen und schon geht das Gezeter los.

Hilfeee!

Man kann aber doch auch nicht zusehen, wie sich seine Kinder gegenseitig die Augen auskratzen?
 Unter Geschwistern kommt auch eine Gruppendynamik ans Licht, die möglicherweise mit der Gesamtfamilie zu tun hat. Ansonsten muss man wohl einfach akzeptieren: Geschwister sind untereinander einfach manchmal furchtbar. Es ist nicht schön, aber man sollte ihnen daraus keinen Strick drehen. Eher sagt man mal zu ihnen: »Ich hab Angst, dass ihr kaputtgeht bei euren Streitereien, aber ich will nicht, dass eins meiner Kinder kaputtgeht.«

Das fand ich einen echt klasse Tipp. Musste mal ausprobieren. Die beiden haben mich angeschaut, als käme ich vom Mars.

Fazit:

Ein ratgebendes Interview mit vielen AHA-Effekten für mich als Zweifachmama.

Vielen Dank für die kostenlose Bereitstellung des ebooks vom Bloggerportal der Randomhouseverlagsgruppe.

Mehr Buchtipps für Eltern auf einen Blick.

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