Eine Frau sein ist kein Sport von Christine #Nöstlinger

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Bildrechte: Residenzverlag.com

Anlässlich ihres 80. Geburtstages stelle ich einige Bücher von Frau Nöstlinger vor.
Inhaltsangabe vom Residenzverlag.com

Eine Frau sein ist kein Sport

Das Hausbuch für alle Lebenslagen

Humorvoll-bissige, witzig-ironische Geschichten über den Alltag unter Mitmenschen, Männern und Kindern

Eine Frau sein ist kein Sport und schon gar nicht olympisch, aber oft schweißtreibend genug. Im Dauerlauf zwischen Haushalt und Beziehungskisten, zwischen Eheleben und Kindererziehung kann einem schon manchmal die Luft ausgehen, die frau zum Lachen braucht. Denn kein Problem, vor das einen der ganz normale Wahnsinn des Familienalltags stellt, ist so ernst, dass es sich nicht mit Humor lösen ließe.

Das beweist Christine Nöstlinger auf ihre unnachahmliche Weise, voller Witz und Gelassenheit, mit einem liebevoll ironischen Blick auf das Leben und seine kleinen wie größeren Herausforderungen. Dieses Buch versammelt ihre schönsten Glossen und ist Trost und Rat in allen Lebenslagen.

Zur Autorin:

Christine Nöstlinger

1936 in Wien geboren, lebt als freie Schriftstellerin abwechselnd in Wien und im Waldviertel. Sie schreibt für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Ihre Kinder- und Jugendbücher sind weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Ihr Werk wurde international vielfach ausgezeichnet, sie erhielt den Andersen Award und war die erste Trägerin des Astrid-Lindgren-Preises. 2011 erhält sie den CORINE Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für ihr Lebenswerk. Ihre Bücher wirkten stets sowohl polarisierend als auch inhaltlich und sprachlich prägend. Generationen von LeserInnen hat sie mit ihren Büchern bereichert, erfreut, hat sie nachdenklich und mutiger gemacht – eine Kunst, die sie ungebrochen beherrscht.

Meine Buchbewertung:

Man täte gut daran, sich nun selbst zu hypnotisieren und den Befehl zu geben: »Net hudeln!« Doch dazu hat man keine Zeit!

Das wäre mein Lieblingszitat von der Autorin, wenn mich jemand danach fragen würde.

In vielen Szenen aus dem Ehe- und Familienalltag erkenne ich mich wieder. Sehr amüsand und kurzweilig werden viele Geschichten sportlich dargestellt.

Ganz egal, ob es ums Entleeren des Mistkübels geht, ums Tischdecken oder Tischabräumen, ums Säubern der Badewanne, ums Einschrauben neuer Glühbirnen in Lampen, die nur mit Hilfe einer Leiter erreicht werden können, Ehemänner und Kinder wären da wirklich willig zur Tat, wenn … ja wenn … ihnen die Ehefrau und Mutter nicht unentwegt so »enge, knappe Termine« setzen würde!
Die Mutter und Ehefrau verwechselt nämlich leider irrigerweise »gleich« mit »sofort«!

Das könnte bei uns zu Hause spielen.

„Jaaa, Mamaaa, mach ich gleich“. Das „Gleich“ bei uns sind mindestens 2 Tage.

Da kann man nicht sagen: »Ich ahne, ihr habt ein Muttertagsgeschenk gebastelt, aber darauflege ich keinen Wert.«

Noch freue ich mich über Selbstgebasteltes von den Kindern und deren strahlende schenkende Augen dabei. Da bin ich sehr gerührt. Jeden Muttrtag und Geburtstag aufs Neue!

Und zur Superfrau, die trotz Beruf mit Überstunden für ihre drei Kinder die gesamte Kleidung näht, ihrem Mann die Haare schneidet, den Garten bestellt und zweimal die Woche zu einem 12-Personen-Essen mit fünf Gängen und Tischdekoration lädt, können wir auch keine recht gute Beziehung aufbauen.

Liebe Frau Nöstlinger, gibts solche Superfrauen überhaupt im wahren Leben?

Nehmen wir zum Beispiel das Osterfest: Zu einem Einzelkinder-Kind kommen im Höchstfall drei Osterhasen; ein elterlicher, zwei großelterliche. Bei einem Kind hingegen, dem die Zeugungsfreude der Großeltern viele Onkel und Tanten beschert hat, stehen Osterhasen in Spendierhosen Schlange.

Das spricht alles für eine Großfamilie. Ich habe 8 Onkel. Muss ich noch mehr dazu sagen? Aber ich hab auch Übergewicht von den vielen Osterhasen 😉

Über Sandwichkinder (Mittleres):“Einzig möglicher Schluss daraus: Kind zu sein ist so schwierig, dass jeder Mensch sein Kindheitslos für das härteste hält!“

Das fasst glaube ich alle diesbezüglichen Erziehungsratgeber über Sandwichkinder und Geschwister zusammen.

Zu viel Lob kann genauso die Luft abdrücken wie zu viel Tadel. 

Das mit dem Lob und Tadel hat die Autorin ebenfalls schön zusammengefasst.

Ob alles in Butter ist wird im 5. Kapitel besprochen.

Ich hege dennoch Zweifel, ob »offene Aussprache« ein Patentrezept für Krisenfälle ist, glaube eher, dass es oft vernünftiger ist, Konflikte so wortkarg wie möglich durchzustehen. Siebzig Jahre Lebenserfahrung lehrten mich, dass es auch Menschen gibt, die total missinterpretieren, was man ihnen »offen« sagt, und man auch selbst selten in der Lage ist, exakt auszudrücken, was man anderen vermitteln will.

Dann will ich mal unsere Beziehungsform nicht erneut überdenken. Bisher hatten wir zum Glück noch nicht das Bedürfnis einer offenen Aussprache. Wir können auch nicht gut streiten, daher sind wir einen Tag miteinander beleidigt und dann ist bisher alles wieder gut.

Zum Schluß führt Frau Nöstlinger noch ein paar Weihnachtsklischees auf.

Fazit:

Sehr amüsantes Buch für eine sportliche Familie wie unsere 😉

 

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