Digitale Hysterie #Buchtipp @BeltzBildung

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Bildrechte: Beltz.de

Digitale Hysterie

Warum Computer unsere Kinder weder dumm noch krank machen

Mit Schreckensszenarien wird allerorts vor den Gefahren der digitalen Welt für Kinder und Jugendliche gewarnt. Kritisch und ohne die Risiken zu verschweigen beleuchtet der erfahrene Psychotherapeut Georg Milzner ihren Umgang mit Smartphone & Co und stellt fest: Computerkinder sind viel gesünder, sozialer und intelligenter als ihr Ruf!

Statt weiter zu verunsichern, plädiert Georg Milzner für Augenmaß und Offenheit, denn in vielen Familien verbirgt sich hinter dem Computerproblem ein Beziehungsproblem, das alle Seiten belastet. Er beantwortet die wichtigsten Fragen zum Medienkonsum, die Eltern Sorgen machen, und informiert über die Kompetenzen, die Kinder und Jugendliche heute brauchen, um in der digitalen Welt zurechtzukommen. Ohne starre Verbote gemeinsam einen angemessenen Umgang mit den neuen Medien erarbeiten — das schweißt Familien zusammen und macht Kinder und Jugendliche kompetent und zukunftsfähig.

Lesen Sie das Interview mit Georg Milzner unter www.spiegel.de/schulspiegel/georg-milzner-ueber-videospiele-fuer-kinder-a-1075921.html

Meine Buchbewertung:

Gerade in der heutigen schnelllebigen Medienwelt und ihre vermeidlichen Gefahren machen wir uns als Eltern Sorgen mit dem Umgang mit Smartphone und Co. bei den Kindern.

Deshalb war ich froh dieses Buch direkt vom Verlag auf Anfrage kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Das sehr umfangreiche und überaus informative ebook fesselte mich und gab mir eine neue Sichtweise auf die Benutzung der Medien im Alltag mit Kindern.

Ich arbeitete wirklich jedes Kapitel intensiv durch und freute mich auf einzelnen Zitate, die lebendige Schriftweise des Autors und die massenhaft verschiedensten Beispiele aus seiner Praxis. Der Mann weiß wovon er spricht oder besser gesagt schreibt.

Die Message ist einfach: Interessiere dich für dein Kind und was es da spielt, postet oder mit den Medien macht.

»Probier es doch erst einmal selbst aus, ehe du etwas dazu sagst.« Der Satz ist meiner Ansicht nach richtig und trifft einen Teil des Problems zielgenau: Etwas zu beurteilen, ohne es sich wirklich angesehen zu haben, ist fahrlässig und borniert.

Klasse fand ich die Erläuterungen zu den bekanntesten Spielen und deren Gefahreneinschätzung des Profis. So kann man sich selbst ein Bild amchen, was gerade angesagt ist und wsa wirklich Gewaltpotenzial hat oder das Hirn verblödet.

Ins Netz anstatt in den Wald? Das war auch eine gute Frage.

Bei uns trifft das zum Glück noch nicht zu, denn mit 2 und 4 Jahren verbringen unsere Kinder liebend gern ihre Freizeit draussen in der Natur.

Auch deshalb ist es für mich wichtig mich jetzt schon mit dem Thema zu beschäftigen. Jetzt kann ich es noch ein bisschen steuern. Jetzt kann ich die Bahnen lenken um die Offenheit mit dem Medienumgang zu vermitteln.

Aktuell wird das Thema: Facebook und Cybermobbing im Buch besprochen.

Fazit:

Ein geniales Buch für interessierte und moderne Eltern.

Es war so interessant und umfangreich, dass ich einen zweiten Teil der Buchvorstellung plane.

Vielen herzlichen Dank an den Beltz Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplares

Mehr Buchtipps für Eltern auf einen Blick.

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5 Kommentare

  1. Hey, klingt spannend. Ich werde das gleich mal auf meine Wishlist packen.
    Meine persönliche Meinung zum Thema: wir sollten uns als eine Art Bergführer verstehen, welche die Kinder ins Tal des Lebens führen. Überall gibt es Fallstricke – im analogen sowie im digitalen Leben. Unsere Aufgabe ist es, den Kindern den richtigen Weg und die richtige Technik beizubringen und sie dabei emotional zu stützen. Den Kindern diesbezüglich komplett freie Hand zu lassen ist m.E. genauso unverantwortlich, wie sie an der extrem kurzen Leine zu halten oder gar Internet & Co. ganz zu verbieten.

    Aber auch wir haben noch ein bisschen Zeit, denn unsere Kinder sind ebenfalls erst zwei und vier, und ich versuche sie gerade an die „raue Natur“ zu gewöhnen (bäääh kalt und nass…)

    Gefällt 1 Person

    • Genau das ist der Kern, in dem wir ZUSAMMEN mit dem Kind den digitalen und analogen Weg gehen. Der Mittelweg muss allerdings erst gefunden werden. Viele Tipps dazu findet man im Buch oder hört einfach auf die innere Stimme. Dank dir für deine Ausführungen.

      Ich schreibe schon an Teil II des wichtigen Themas.

      Gefällt mir

  2. Ja, es ist auch wirklich wichtig, es auszuprobieren. Mein Sohn spielt durchaus das eine oder andere Ballerspiel. Wir haben uns gemeinsam über die Spiele informiert, YouTube – Filme geguckt und am Ende habe ich sie auch gespielt. Es gibt mitunter tolle Spiele, ich bin zum Beispiel zu Assessins Creed-Fan geworden. Aber es gibt auch Spiele, die mir zu weit gehen. Mein Sohn weiß, dass ich eine fundierte Meinung habe, die Faszination der Spiele verstehe, und akzeptiert (durchaus nach heftigen Diskussionen) auch mal ein Nein. Ein fundiertes Nein, kein kategorisches. Und wenn ich erlebe, wie er Computerprobleme aller Art mit Hilfe des Internets löst, englischsprachige Seiten liest, sich Programmieren und Webpage-Erstellung selbst beibringt, dann staune ich jedesmal… es ist frei lernen pur! Und indem ich ab und zu seine Spiele ausprobiere, bleiben wir im Gespräch. Das ist in der Pubertät nicht immer ganz einfach, deshalb verstehe ich Eltern nicht, die diese Gelegenheit nicht ergreifen! Klar, der Computer birgt auch Risiken, aber wenn ich mich darauf einlasse, kann ich mit meinem Kind darüber sprechen. Und es kann mit mir sprechen, wenn etwas passiert oder es sich bei etwas unwohl fühlt. Auch hier gilt: immer die Kommunikationskanäle offen lassen!

    Gefällt 1 Person

    • Dank dir für deine Erfahrungen als Teeniemama.

      Ja, es gibt echt viele tolle Lernspiele für jedes Alter.

      Auch mein Vierjähriger darf z. B. die Elefanten-App vom WDR bedienen. Die ist ohne Werbung und mit Ansage der Bedienschritte. So kann er eine vorher vereinbarte Anzahl von Spielen/Filme machen.

      Es ist kurzweilig und er lernt mit dem Medium umzugehen und deren Funktionen kennen.

      Gefällt 1 Person

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