Die Abschaffung der Mutter

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Inhaltsangabe von Randomhouse.de:

Eine Schwangerschaftsvorsorge, die in Entmündigung gipfelt. Geburten, bei denen es vor allem um eines geht: (Kosten-)Effizienz. Ein Wochenbett, das seinen Namen nicht mehr verdient. Stillen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit und keinesfalls zu lange. Väter, die versuchen, die bessere Mutter zu sein. Eine Politik, die alles dafür tut, Kinder so schnell wie möglich in die Krippe zu stecken. Die Verunsicherung von Müttern als Geschäftsmodell. Wertschätzung? Unterstützung? Fehlanzeige. 

Wer sich heute als Frau für ein Kind entscheidet, der muss verrückt sein, so könnte man meinen. Denn Mütter werden in unserer Gesellschaft zunehmend bevormundet, kleingehalten und überwacht. Jegliche Kompetenz mit dem eigenen Kind wird ihnen abgesprochen. Wer im Beruf ernstgenommen und von seinem Umfeld anerkannt werden möchte, der lässt seine Bedürfnisse als Mutter unter den Tisch fallen. Denn eines will man auf gar keinen Fall sein: eine Glucke. Schritt für Schritt vollzieht sich so die Abschaffung der Mutter. In ihrem Buch liefern Alina Bronsky und Denise Wilk eine schonungslose Analyse der Entwicklungen. Pointiert und zugespitzt schildern sie, wer die Nutznießer sind, und fragen, was sich ändern muss, damit Mütter wieder den Rückhalt bekommen, den sie verdienen.

Meine Buchbewertung:

Familie zu leben ist nicht frustrierende Selbstaufopferung, sondern eine starke Leistung.

Diese Leistung wird im Buch durch überspitzte Vorurteile den Müttern gegenüber und Mythen zur Schwangerschaft und Mutterschaft im allgemeinen wieder sehr geschwächt.

Denn was ist die Leistung einer Mutter?

Wenn es von allein nicht klappt, wird ein Baby zu einer Frage von Aufwand, Kosten und Durchhaltevermögen. Kinderlosigkeit ist neuerdings kein Schicksal mehr, sondern selbstverschuldetes Versagen.

Boah, da macht die Autorin aber mal eine Aussage. Viele dieser harten Sätze und Beispiele waren nict so nach meinem Geschmack.

Hatte ich doch selbst die Diagnose der Unfruchtbarkeit erhalten und musste mich jahrelang damit auseinandersetzen kinderlos mein Leben zu leben. Kinderlosigkeit ist sehr wohl Schicksal, wenn es nicht klappt und man es sehnlichst wünscht.

Die neuen medizinischen Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung werden im Buch ausführlich dargestellt und auseinandergenommen.

Aber nicht jeder mag diesen Schritt auch wirklich gehen.

So wie wir. Für uns kam keine künstliche Befruchtung oder ICSI in Betracht. Ich wollte nicht noch enttäuschter sein, falls es nicht klappen sollte. Dann die ganzen Untersuchungen und riskanten Medikamente. Das kam für mich und meinen Partner nicht in Frage.

Schlussendlich dürfen wir Eltern von einer natürlichen Befruchtung sein und das war Schicksal.

Viele Beispiele und juristische internatinal beschriebene Urteile folgen in diesem Kapitel.

Schwanger gleich krank wird in Frage gestellt und Schwangerschaftsvorurteilen den Garaus gemacht.

Auch die Hebammen waren ein Thema – in meinem Blog auch.

Irrtümer oder eine Hebamme zu viel

Elternprotest oder eher Hebammenprotest Teil I

Elternprotest oder eher Hebammenprotest Teil II

Damit gehören wir zu den höchstens zwei Prozent bundesweit, die sich für eine Geburt außerhalb einer Klinik entscheiden. In Berlin sind es immerhin vier Prozent.

Auch die Hebammen waren ein Thema – in meinem Blog auch.

Das Hashtag #Selbstgeboren löste in der Bloggerszene wohl hitzige Diskussionen aus. Die Autorin nimmt dazu Stellung.

Meine Kinder sind auch von mir selbstgeboren. Trotz Kaiserschnitt und Saugglocke!!! Weitere Themen sind die Kindererziehung mit den üblichen Vorurtelskram der Kursangebote, der Miterzieher und den Mütterblogs. Abschliessend geht das Autorenteam noch auf die Väter, die Mutter-Kind-Bindung und Scheidungen ein.

Fazit:

Eine interessante und provokante Lektüre

Vielen Dank an den DVA Verlag und Randomhouse.de für das kostenfreie Rezensionsexemplar über das Bloggerportal.

Mehr Buchtipps für Eltern auf einen Blick.

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