#Adventsgast2016 Tag 10 oder #Hauptstadtpflanze @svenja_berlin verrät uns wer die Geschenke bringt

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 Im Hause wird zur selben Zeit
der Tannenbaum geschmückt.
Darunter legt, so schnell er kann,
der Vater in aller Heimlichkeit
die Geschenke, womit beglückt
das Kinde heut der Weihnachtsmann.
Die Vorfreude darauf ist schon schön,
in glänzenden Kinderaugen zu seh’n.

Ellen Zarroban

 Jetzt stelle ich euch den Blog Hauptstadtpflanze und die dazugehörige liebe Svenja vor, die heute mein Adventsgast2016 ist.


 

Ein paar Worte zu mir:

Ich bin Svenja und lebe mit meiner Familie in Berlin. Dieses Jahr bin ich 40 geworden und habe meinen Blog Hauptstadtpflanze gestartet. Ich blogge darüber, wie mein Sohn (6 Jahre) und meine Tochter (4 Jahre) als Großstadtkinder aufwachsen und darüber, wie man auch in Berlin Natur erleben kann.

 

Weihnachtstraditionen und die Frage:

Wer bringt die Geschenke?

 

Weihnachten ist die Zeit des Lichterglanzes, der Familie und des guten Essens. Zumindest stehen diese Punkte bei vielen Erwachsenen ganz oben auf der Weihnachtsliste. Unsere Kinder basteln im Advent hingegen eine Liste ganz irdischer Art zusammen: ihren Wunschzettel!

Egal, wie häufig wir die Geschichte vom kleinen Jesuskind in der Krippe vorlesen oder welche Weihnachtslieder wir gemeinsam singen, für Kinder sind an Weihnachten Geschenke besonders wichtig. Und so darf es auch sein. Schließlich ist bei ihnen das Aufreißen von Geschenkpapier noch von größter Spannung und Freude begleitet, haben sie noch nicht die Mittel, sich gewünschte Dinge selbst zu kaufen und letztlich müssen wir Eltern unseren Kindern nicht beibringen, dass Konsum nicht alles ist. Das wissen sie selbst ganz genau.

Und so wandern in der Adventszeit zahlreiche Spielzeugbilder mit Klebestift auf die Wunschzettel. Bleibt nur die Frage: an wen adressieren wir diese Wünsche eigentlich?

Der Weihnachtsmann und seine Tücken

 

Als ich ein Kind war, brachte der Weihnachtsmann die Geschenke. Obwohl ich ihn nie zu Gesicht bekam und keinem verkleideten Studenten je ein Gedicht aufsagen musste, glaubte ich an diese Geschichte. Deshalb wunderte ich mich auch, warum ich von meinen Eltern nie etwas zu Weihnachten geschenkt bekam. Nur vom Weihnachtsmann eben. Angesprochen habe ich das aber nicht.

Offene Diskussionen gab es vielmehr um die Kellertür: mein Bruder wollte aus Angst vor Dieben die Tür abschließen. Aus Sorge, der Weihnachtsmann könne nicht ins Haus kommen, wollte ich das nicht zulassen. Fragt mich nicht, wie wir uns einigten, auf jeden Fall lagen am Heiligenabend immer zwei braune Leinensäcke neben dem Tannenbaum, in denen Geschenke und Süßigkeiten für uns waren.

Ja, der Weihnachtsmann bot Freude und Konfliktpotential, dennoch habe ich sehr schöne Erinnerungen an jene Weihnachten – und erstaunlich klare dafür, dass aus dieser Zeit einiges für mich auch sehr verschwommen ist.

Zu Weihnachten Traditionen vereinen

Es war mir immer klar, dass der Weihnachtsmann auch mal meinen Kindern Geschenke bringen wird. Dass Weihnachten ein Stück weit so sein wird wie immer. Doch wenn man sich als Paar dafür entscheidet, ein Kind zu bekommen, so vergisst man mitunter, die wirklich kniffligen Fragen vorab zu besprechen. Zum Beispiel, Ihr ahnt es, wer Weihnachten die Geschenke bringt – und wie. Bescherung vor oder nach dem Essen, klopft ein verkleideter Weihnachtsmann an, geht man in die Kirche oder nicht, ist der Tannenbaum voll Lametta oder mit ein paar Strohsternen am schönsten und liegen die Geschenke darunter oder auf dem Gabentisch? Von wem hingelegt? Vor dem ersten Fest brachte mein Mann plötzlich das Christkind ins Spiel und hielt generell wenig davon, die Legenden um Weihnachten aufrecht zu halten. Ich glaube, wir haben uns hier für eine ziemliche Mischung aus unseren Traditionen entschieden. Aber das kann schwieriger sein als gedacht.

 

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Foto 1: Rote Mütze und doch nicht der echte Weihnachtsmann?

Schnell durchschaut?

 

Kinder lieben Geschichten und auch die Geschichten von Weihnachtsmann, Nikolaus oder Christkind werden in der Adventszeit für sie ein Stück lebendig. Doch schon bald kommen erste Zweifel, ob die Geschenke nicht doch eher aus dem Kaufhaus als aus der Wichtelwerkstatt kommen. Herauszufinden, wer eigentlich hinter den Geschenken steckt, ist dann eine aufregende Detektivarbeit. Mein Bruder hat einmal in der Nacht zum 6. Dezember zahlreiche Nikolausfallen in seinem Zimmer aufgebaut. Meine Mutter ist als Nikolaus in jede einzelne davon getappt und hat einen Riesenkrach gemacht – aber der Detektiv hat alles tief und fest verschlafen. Und als die Tochter einer Freundin anfing zu überlegen, ob es den Weihnachtsmann wirklich gebe, schlug ihr meine Freundin vor: „Dann legen wir ihm doch Mandarinen als Wegzehrung ins Zimmer.“  Die leeren Mandarinenschalen am Morgen haben das Kind überzeugt, dass er wirklich da gewesen ist, der Weihnachtsmann.

 

Der Weihnachtszauber gewinnt

 

Seid Ihr vielleicht schon mal selbst im Weihnachtsmannkostüm gescheitert, weil ihr „Papas Schuhe“ trugt oder die Stimme unverwechselbar war? Oder kommen bei Euch sogar Weihnachtsmann und Christkind zusammen vorbei? Jede Familie hat ihre Tradition und mit unseren Kindern kommen neue hinzu. Ich wünsche Euch allen von Herzen frohe Weihnachten – und ein Schenken ohne Stress, auch wenn die Wichtel das Einpacken nicht übernehmen!

 

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Foto 2: Rote Mütze und der echte Weihnachtsmann?

Ein frohes Fest für Euch! Svenja


 

Ihr findet die liebe Svenja auch noch hier:

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Vielen 💖lichen Dank für deinen tollen Text.

Du hast Lust auf weitere Adventsgäste2016 bekommen?

Eine Zusammenfassung aller #Adventsgast-Beiträge findest du hier.

 

 

 

 

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