Schwanger werden trotz ärztlicher Diagnose: Sterilität?

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Bildrechte: Pixabay.com

Ahnung

Noch kann ich
nicht wiegen,
nicht halten
in meinem Arm
dich winziges Wesen,
das ich
ahnend erst
und doch so nah
meinem Herzen trage,
schon jetzt,
du werdendes Leben,
berührst du das meine
ganz tief.

© Ruth W. Lingenfelser


 

NEIN – Ich bin derzeit nicht schwanger! Ich erinnere mich nur gerne daran zurück 😉


 

Aufgrund meiner beiden Operationen am Gebärmutterhals (mehr zu den Hintergründen: Weltkrebstag- Was geht mich das an?) bekam ich von den Ärzten erst einmal die Auskunft, dass eine normale Schwangerschaft bei mir möglich sei. Es gäbe viele Frauen, die von Natur aus einen kurzen Gebärmutterhals hätten und bekämen auch Kinder.

Jedoch wurde ich auch nach mehr als 3 Jahren keine Mutter.

Das Spermiogramm meines damaligen Freundes und jetzigen Mannes war 1a mit Sternchen.

Es lag also an mir, dass wir bisher noch kein Kind in den Armen halten konnten!

Ich ließ ua. eine Ausschabung und eine Bauchspiegelung über mich ergehen, um eventuelle Ursachen aufzudecken.

Auch meine Schilddrüsenwerte waren nicht ok. Mit Tabletteneinnahme regulierte ich dies jedoch.

Der Frauenarzt, ein Oberarzt der Klinik und ein Operateur meiner Bauchspiegelung prophezeiten mir eine kinderlose Zukunft. Der Gebärmutterhals sei sehr stark vernarbt, so dass kaum Sperma den Weg durchbrechen könne und falls doch bestünde durch den inzwischen extrem kurzen Gebärmutterhals ein erhöhtes Frühgeburtenrisiko.

Es brach eine Welt für mich zusammen! Das durfte nicht wahr sein!

Mir wurde nahegelegt, eine Kinderwunschklinik aufzusuchen. Aber das konnten und wollten wir nicht. Das wäre zu arger psycho Stress für uns geworden. Wir wollten es der natur überlassen, ob wir Eltern sein dürften oder eben wirklich kinderlos durchs Leben gingen.

Nach einem weiteren Jahr hielt ich am Weihnachtstag überraschenderweise ein positiven Schwangerchafts-Test in der Hand. Es war irgendwie unwirklich, hatten wir es uns doch so sehr gewünscht. Mein Freund glaubte an einen Scherz von mir!

Jippie! Jetzt wird alles gut!

Mein Frauenarzt bestätigte noch zwischen den Jahren die Schwangerschaft und ich konnte einen pochenden Punkt auf dem Ultraschallgerät erkennen…

Puh, Tränen wegwischen….

Denn die Freude hielt nicht lange. Mitte Januar 2008 hatte ich eine Blutung. Kann ja mal vorkommen in einer Frühschwangerschaft. Ich ließ es am gleichen Tag noch vom Arzt anschauen.

Es war nur noch die Fruchthöhle zu erkennen. Unser Pünktchen hatte uns bereits wieder verlassen..

Liebes Pünktchen, du warst zwar nur kurz bei uns, aber du hast uns Hoffnung auf eine Zukunft mit einem Baby gemacht. Dafür danke ich dir ganz doll. Du bist immer in meinem Herzen!

Ich schrieb auch vor einiger Zeit einen Brief an das Pünktchen. Zum Lesen der Erinnerungen an mein Sternchen…

„Was ich dir noch sagen wollte oder ich vermisse dich“

Im selben Jahr heirateten wir – in der voraussichtlichen Geburtswoche des Pünktchens.

Eine Weile probierten wir noch gezielt auf natürlichem Wege ein Baby zu bekommen. Irgenwann verloren wir die Zuversicht und lebten ganz für uns – schöne Reisen mit den Motorrädern, neue Arbeitsstelle usw.

Dann 2012 kam unser Wunder Nr. 2 auf die Welt.

Die Freude war zwar groß, jedoch auch verhalten. Würde das Wunder bis zum Schluss bei uns bleiben? Darf ich mich jetzt überhaupt schon freuen?

Ja, ich freute mich nach dem 3. Schwangerschaftsmonat so richtig. Schmiss mir doch der Räuber schon als Zellhaufen mein ganzes Leben durcheinander – herrlich!

Denn eigentlich befand ich mich sportlich in der Vorbereitung zu einem Halbmarathon. Aber mehr dazu: Warum ich fast an einem Halbmarathon teilnahm.

2014 durften wir uns noch auf Wunder  Nr. 3  freuen. Wer hätte  das gedacht? Wir am wenigsten. Es ist sooo unbeschreiblich schön die beiden um mich zu haben!

Jede Schwangerschaft hatte ihre Höhen und Tiefen.

Bei beiden Schwangerschaften plagten mich Übelkeit bis zum Galle erbrechen und brutales Sodbrennen.

Durch den sehr kurzen Gebärmutterhals mußte ich in beiden Schwangerschaften sehr früh sehr viel liegen.

Das war L A N G W E I L I G!

Aber ich wusste auch, was passieren konnte, wenn ich es nicht tat.

Und es war ja für einen guten Zweck – zwei gesunde Kinder!

Vielen Dank an „Nicht noch ein Frauenblog“ für die Inspiration zu diesem Text und die Erinenrungen an meine Schwangerschaften.

4 Kommentare

    • Hallo Mary, ich hab die Prios seit der Geburt zwar verschoben, freue mich aber wieder öfter laufen gehen zu können.

      Nur die 15 Kilo mehr als vor der ersten Geburt spüre ich leider bei jeder Strecke.

      Vor 4 Jahren nahm ich allein durchs Stillen ab und musste aufpassen nicht zu viel abzunehmen.

      Nach der letzten Geburt brauche ich bloß einen Schokokeks anlächeln und nehme bereits 3 Kilo zu.

      Hauptsache du fühlst dich wohl in deiner Haut.

      Lg

      Gefällt 1 Person

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