Mein Blind Date mit dem Leben – Als Blinder unter Sehenden. Eine wahre Geschichte

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Bildrechte und Inhaltsangabe: Lübbe.de

 

Mein Blind Date mit dem Leben

Als Blinder unter Sehenden. Eine wahre Geschichte

Mit 15 Jahren verliert der Deutsch-Singhalese Saliya Kahawatte innerhalb von Monaten einen Großteil seines Augenlichts. Die Ärzte sagen, dass er eines Tages völlig blind sein wird. Er soll die Schule verlassen und in die Blindenwerkstatt, er aber träumt von Abitur, Studium und selbstbestimmtem Leben. 15 Jahre lang verschweigt er seine Behinderung, um in der Welt der Sehenden Karriere machen zu können. Fingerspitzen, Ohren und seine Intuition ersetzen seine Augen. Doch eines Tages muss er zugeben, dass seine Welt fast nur aus Schatten besteht…

Saliya Kahawatte

Saliya Kahawatte wurde 1969 als Sohn einer Deutschen und eines Singhalesen in Freiberg/Sachsen geboren. Nach der Flucht der Familie 1973 aus der DDR wuchs er in der Nähe von Osnabrück auf. Mit 15 Jahren erkrankte er an einer irreparablen Netzhautablösung, er hat heute ein Restsehvermögen von fünf Prozent. Nach seiner Ausbildung zum Hotelfachmann studierte er Hotelbetriebswirtschaft. Heute ist er geschäftsführender Inhaber der Unternehmensberatung minusvisus und arbeitet zudem als Coach und Dozent. Der praktizierende Buddhist lebt in Hamburg.

 

Meine Buchbewertung:

Wenn ich so beschwingt vor mich hin spaziere, merken mir die anderen Passanten meine Sehbehinderung kaum an. Es ist schon vorgekommen, dass mich jemand nach dem Weg gefragt hat.

Erstaunlich, oder? Wie kann jemand seine Sehbehinderung so gut vertuschen und eine „normale“ Schul- und Berufsausbildung absolvieren?

Das fand ich sehr verblüffend und musste daher unbedingt die Lebensgeschichte von Saliya lesen.

Er schildert detailiert von seinen Eindrücken und seinen Tricks um in der sehenden Welt zurecht zu kommen.

Auch gibt er zu ohne die Hilfe von einigen Vertrauten nicht so weit gekommen zu sein.

So habe ich schon sehr früh gelernt: Wer kämpft, kann zwar verlieren. Aber wenn du gar nicht kämpfst, bist du verloren.

Aber sein Kampfwille zeigt, dass es sich allemal lohnt zu kämpfen.

Man wird im Buch erfahren, dass der Verlust des Augenlichts nicht die einzige schwere Krankheit in seinem Leben blieb. Umso erstaunlicher, dass er sich immer wieder selbst motivierte.

Ein Satz der mir selbt Mut macht:

Mit Dingen, die man nicht ändern kann, muss man sich anfreunden.

Es fällt mir dennoch auf, dass er kein Autor in dem Sinne ist. Saliya schreibt der Sache wegen.

Ich vermisste einen Spannungsbogen. Mir fehlte der Funke, der überspringen hätte müssen beim Lesen.

Mir war der Text zu sachlich. Es wurden die Geschehnisse chronologisch aneinandergereiht und detailiert beschrieben. Es wurde teilweise zu viel beschrieben und doppelt erwähnt, dass ich mich überwinden musste weiterzulesen.

Aber ich las zu Ende. Tapfer!

Fazit:

Aneinanderreihung der Geschehnisse ohne Spannung. Hoffentlich im Kino besser.


Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag und Netgalley für das kostenfreie Rezensionsexemplar.

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