Karriere im Kinderzimmer

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Bildrechte: Lovelybooks.de

Inhaltsbeschreibung der Autorin:

„Karriere im Kinderzimmer“ von Franca Steffen

Auch wenn frau es gerne anders hätte: Der kleine Unterschied wird zum unüberwindbaren Hindernis auf dem steinigen Weg zu den Chefsesseln dieser Welt, sobald Ei- und Samenzelle ihre Daseinsberechtigung erfüllen und aus dem Zellhaufen ein Baby wird. Auch Franziska ergeht es nicht anders. Ausgerechnet am Anfang ihrer beruflichen Karriere passiert ihr das weiblichste aller Missgeschicke: Sie wird schwanger. Weder Titel noch Diplome können verhindern, dass mit dem Baby ihre Welt aus den Fugen gerät. Dennoch ist sie wild entschlossen, beruflich erfolgreich und perfekte Mutter zu sein. Nicht gerade ein Kinderspiel … Ungeschminkt und selbstironisch – die wahre Geschichte einer karrierewilligen Mutter

 

Meine Buchbewertung:

Ein bewegendes Buch über die Geschichte einer Schwangerschaft und Geburt statt einer steilen Karriere von Franca.

Mit Humor und Selbstironie schildert sie ihre Umstellung in den Mamamodus. Die Geschichte ist leicht zu lesen und ich hatte viel zu schmunzeln wenn man Parallelen der eigenen Familie denkt

Mir ist bis heute nicht ganz klar, ob dieser Mann wirklich so einen tiefen Schlaf hat, oder ob er diesen wohlweislich nur vortäuscht. Warum gelingt mir das nicht? Warum kann ich mich nicht einfach umdrehen und so tun, als hätte ich nichts gehört?
Die Antwort ist einfach: Ich bin eine Frau. Vor allem eine Mutter, und Mütter können genetisch bedingt einfach nicht anders als sofort zur Stelle zu sein, wenn der Nachwuchs es verlangt. Da nützen alle guten Vorsätze nichts.

 

Denn so ergeht es mir heute noch. Ich habe leider einen leichten Schlaf was die Kinderlaute angeht. Da bin ich sehr sensibel und reagiere recht schnell – zu schnell!

Aber würde ich meinen Mann wecken, dann hätte ich drei nächtlich schlecht gelaunte Kinder statt zwei zu versorgen. Nein, Danke!

Der Kaiserschnitt tut weh. Er tut viel mehr weh als die grässlichste Wehe auf Erden! Er verletzt nämlich nicht nur Euren Körper, er verletzt auch eure Seele! Ich weiß, wovon ich rede.

Das ist der Autorin ihr subjektiver Eindruck eines Kaiserschnitts. Sie hatte wirklich eine bemittleidenswerte Geburt hinter sich gebracht.

Aber ich war damals froh über den Kaiserschnitt und die Erlösung des Räubers aus meinem Bauch. Mehr davon kannst du im Beitrag „Mein Brief an mich oder die richtige Entscheidung einer Klinikgeburt“ lesen.

Denn bei diesem Thema hab ich eine andere Meinung als Kaiserschnittmama und Saugglockenmama.

Weiter kam ich im Buch nicht mehr da ich das Buch im Bett las und mein Mann so sehr geschnarcht hat , dass ich mich nicht mehr auf das Buch konzentrieren konnte 😉

Erster Eindruck – Franca ist mir sehr symphatisch.

Auch die Klinik, in der sie untergebracht war, liess leider sehr zu wünschen übrig.

Von Wochenbettdepression hat wohl schon jeder mal gehört, aber was das eigentlich ist, das weiß keiner so genau.

Ich blieb zum Glück auch davon verschont. Aber Wochenbettdepressionen sind häufiger vorhanden, als man denkt. Ist einfach ein Tabuthema – leider.

Eine Wochenbettdepression stelle ich mir furchtbar vor. So eine innere Zerrissenheit und das Unverständnis vom persönlichen Umfeld.

Es wurde hier sehr anschaulich und mitfühlend geschildert.

Auch ein immer wieder verschwiegenens Thema ist die tatsächlich auftetende Stilldemenz. Wer kennt sie nicht?

Was hab ich nicht alles schon während meiner Stillzeit gesucht oder vergessen? Namen und Gesichter waren einfach weg. Sachen habe ich irgendwo hingelegt und später vergessen, wohin.

 

Überhaupt Schlüssel! Ein ständiges Problem. Nie war er dort, wo ich meinte, ihn zuletzt hingelegt zu haben. Das morgendliche Schlüsselsuchen wurde zu einem nervenaufreibenden Ritual.

 

Als ältere Mama mit 35 und 37 gebärend hatte ich bereits mehere Jahre Berufserfahrung und meine Karriereleiter schon erklommen, als ich schwanger wurde.

Daher war es für mich neu zu lesen, wie es einer jungen und akademischen Mama so ergeht.

 

Mit einem Kind lernt man, was wirklich wichtig ist. Und worüber man sich nicht unbedingt aufregen muss.

Ich musste das Buch noch gestern Abend zu Ende lesen. Ich hielt es einfach nicht aus zu wissen wie es weiter geht.

Denn auch ich bin eine erst Jungen und dann Mädels Mama.

Das Schicksal der zweiten Geburt von Franca ging mir sehr nah.

Denn so erging es uns bei Geburt 1. Die ganzen Schläuche und Kabel im Kasten auf der Intensivstation zu sehen war Psychoterror. Ich war zum Glück im Nachbargebäude und schlepppte mich mit meiner Kaiserschnittnarbe im Rollstuhl zum Stillen zum Kind. Ich bekam einen Pipser von der Klinik, die mich informierte wann er mich brauchte. Meist blieb ich den halben Tag dort und ging erst nach ärztlicher Aufforderung wieder in die Gyn.

Die Gender Themen finde ich lustig. Welches Geschlecht spielt mit was? Puppe oder Auto?

Unser Mädel hat auch so eine Puppe, die immer überall mit muss. Da musste ich an dieser Buchstelle echt schmunzeln.

Ich habs auch schon mal verbloggt. Müsst ihr lesen! 😉

Unser drittes Kind – https://kellerbande.wordpress.com/2016/08/27/kindermackenco-oder-tagebuch-unseres-dritten-kindes/

 

Mit Lisas Ankunft waren wir die perfekte Familie geworden. Keine Sekunde lang wollte ich dieses zweite Kind missen. Es war mehr Arbeit, keine Frage. Aber Lisa war wie das fehlende Teil in einem Puzzle.

Auch wir sind nun komplett zu viert. Diese Stelle mit dem fehlenden Puzzleteil fand ich sehr passend formuliert.

Fazit:

Kinder zu haben schließt jegliche Emanzipation kategorisch aus. Kinder versetzen der Selbstbestimmung den Todesstoß. Frauen sind frei, bis sie Mütter werden. Dann ist es erst einmal vorbei damit. Und daran gibt es nichts zu rütteln.


Vielen Dank an Lovelybooks.de für das kostenfreie Rezensionsexemplar.

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