Stresst ihr noch oder liebt ihr schon? Warum Familie nicht das Problem ist, sondern die Lösung #rezension

Bildrechte und Inhaltsangabe: Randomhouse.de

Eine glückliche Familie ist weder harte Arbeit noch Zauberei. Sondern eine Entscheidung.

Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer erzählen in „Stresst Ihr noch oder liebt Ihr schon?“ mit Witz und Charme, wie sie durch fünf Kinder, Patchwork, Karriere und Partnerschaft zu mehr Freiheit gefunden haben. Kinder gelten heute als Anschlag auf die gute Laune, als Sargnagel im Lebensplan. Mütter, die bedauern Mutter geworden zu sein. Väter, die sich im Büro verschanzen, seit Zuhause ein Baby schreit. Eltern, die sich gegenseitig die Schuld für den Schlamassel geben, in dem sie stecken und der sich Familie nennt. Darüber gibt es inzwischen unzählige Bücher und Zeitungsartikel – nur keine Lösung. 
Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer zeigen einen Weg aus dieser Sackgasse. Sie erzählen von ihrer Familie nicht als System des ständigen Lasten- und Zeitenausgleichs sondern als Ort, an dem sich Gleichberechtigung und Freiheit ganz neu definieren. Entlang ihres Weges vom ersten Date bis zum fünften Kind beschreiben die beiden Autoren, wie jede kleine und große Herausforderung – Feminismus, Singlesein, durchwachte Babynächte, Pubertät, Liebeskummer, umgekippte Saftgläser und Schwiegermütter – nicht zu mehr Stress sondern zu mehr Gelassenheit und Liebe führen kann. 
„Stresst Ihr noch oder liebt Ihr schon?“ ist ein modernes Plädoyer für eine Familie, die nicht nur Hülse ist sondern Lebensinhalt. Weil sich darin alle – nicht nur die Kinder, vor allen Dingen auch die Eltern – miteinander weiterentwickeln und lernen erfolgreich zu sein.

Meine Buchbewertung:

Als Zweifachmama lese ich gern Erfahrungsbücher anderer Familien.

Dieses Buch fand ich dadurch besonders, weil immer jeweils im Wechsel Mann und Frau aus ihrem persönlichen Alltag berichten.

Mit viel Humor greifen sie viele bekannte familienrelevanten Themen auf. Hierbei fand ich mich oft wieder.

Die Patchworkproblematik war interessant zu lesen.

Am Ende ging es bei allen Konflikten, die wir hatten, im Kern nur um die Frage, ob der eine den anderen tatsächlich bedingungslos liebt oder ihn im Stich lassen wird, sobald ein echtes Problem auftaucht. Diese Frage machte die Konflikte überhaupt erst groß.

Ja, in einer Beziehung mit Kindern dreht sich fast alles um urgendwelche Konfliktbewältigung. Ob es um Kinderstreitigkeiten geht, um die Unfähigkeit „nein“ zu sagen oder elterlichen Streit.

Wichtig im Buch erscheint das gegenseitige Vertrauen der Partner als Basis für eine gemeinsame Beziehung.

Bei Scheidungs-Kindern fehle oft das Verständnis der Eltern für die vielen Veränderungen für das Kind und die ständigen Wechsel des Zuhauses.

Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

Wir verteidigen unser Recht auf eine perfekt funktionierende Welt, den Tatort, die Tischmanieren, das Brot ohne Butter und das funktionierende Handynetz, anstatt zu bemerken, dass ein verpasster Tatort und ein »falsch« geschmiertes Butterbrot es nicht wert sind, Frust zu schieben und die familiäre Stimmung zu verpesten.

Es schildert sehr schön unsere Prioritäten im Leben. Was ist wichtiger für mich? Der Tatort oder ein friedlich schlafendes Kind, das sich vertrauensvoll und ohne Zeitdruck an die Mama/den Papa schmiegen darf bis es zur Ruhe kommt?

Im Buch werden Alltagssituationen geschildert, die zum Nachdenken anregen und manch eigenen Handlungen überdenken lassen.

Fazit:

Kein Ratgeber, aber ein nettes Buch mit erfrischenden Anekdoten aus Sicht des Mannes und aus Sicht einer Frau.


Vielen Dank an den Gütesloher Verlag und das Bloggerportal für das kostenfreie Rezensionsexemplar.

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