Ein Stein, der mir Flügel macht

Bildrechte und Inhaltsangabe: ruefferundrub.ch

Ein Stein, der mir Flügel macht

Wie meine krebskranke Tochter der Kräuterhexe begegnete

Das Buch erzählt die Geschichte der schwer kranken Marina und ihrer Familie. Mit fünf Jahren wurde die ärztliche Diagnose gestellt, dass Marina an einem Neuroblastom der Niere leide. Darauf folgten unzählige Untersuchungen und Spitalaufenthalte – sowohl für Marina als auch für die ganze Familie eine enorme Belastung.

Als psychische Stütze in dieser schweren Zeit erfand Marinas Mutter, Regula Meier, die Fantasiefigur Chrisanthemia, die sich um das Wohlergehen kranker Kinder kümmert. Zwischen der Kräuterhexe Chrisanthemia und Marina entstand ein reger Briefwechsel, der als lebendiger Faden durch das Buch leitet. Dank der Kräuterhexe entwickelte Marina Kraft, um bei der langwierigen und kräftezehrenden Therapie engagiert mitzumachen.

Das Buch zeigt eindrücklich, wie wertvoll die Kraft der Fantasie in der Behandlung kranker Kinder sein kann.

Mit einem Beitrag von PD Dr. Eva Bergsträsser, Leiterin Pädiatrische Palliative Care am Universitäts-Kinderspital Zürich.

Meine Buchbewertung:

Das Buch hat mich auf den ersten Seiten erst einmal erschreckt. Dachte ich doch wirklich, die kleine Marina hätte den Kampf mit dem Krebs gewonnen. Das tat sie leider nicht.

Aber um so behüteter erzählt ihre Mutter von den Umständen der Diagnosefindung und den darauf folgenden Weg der Familie.

Besonders gefallen haben mir die persönlichen Bilder der Familie und von Marina. So konnte ich mir ein wahres Bild von ihnen machen und war noch näher an der Erzählung dran.

Ein schwerer Weg stand der Familie rund um Marina bevor. Wie kann man in Worte packen, was da alles an Gefühlen freigesetzt wird?

Marinas Mutter fiel die fantastische Kräuterhexe Chrisanthemia ein. Sie wurde immer mehr ein Bestandteil der Familie, ein Trostspender, ein Halt, den die Eltern Marina und deren Geschwister nicht genug geben konnten.

Die bunten im Buch abgedruckte Briefe von der Kräuterhexe sind einfach herzzerreißend.

Die Fantasie der Kinder wurde durch die gute Seele der Hexe angeregt. Sie vertrauten ihr und sie gab ihnen zusätzliche Wärme und Halt. Schön war auch, dass die Geschwisterkinder voll mit eingebunden waren. Denn sie hatten natürlich auch damit zu kämpfen, mitanzusehen wie es der Schwester immer schlechter ging.

Bewundert habe ich die Kraft der Mutter, die selbst in der Gewissheit des Todes von Marina, sie bestärkt hat, ihr Mut gemacht hat zur Kräuterhexe zu gehen und sie hier zurückzulassen.

Auch die Trauerarbeit der Familie und die Vertrautheit wurde sehr liebevoll und kindgerecht durchgeführt.

Durch Fantasie können so manche Hindernisse aus dem Weg geschaffen werden. Ich habe durch die Erzählung in Erinnerung gerufen, wie wichtig die Fantasien meiner Kinder sind.

Fazit:

Ein sehr berührendes Buch.


Dieses Buch wurde mir von Lovelybooks.de im Zuge einer Verlosung kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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