Windelwahnsinn

Bildrechte und Inhaltsangabe: Randomhouse.de

Friede, Freude, Pustekuchen! Ist das Baby erst mal da, ist längst nicht alles rosarot und himmelblau. Sarah Turner schreibt offen und ehrlich über das Mutterdasein: den ungeschönten, chaotischen, nervenaufreibenden und zum Schreien komischen Alltag. Was sie von der Geburt über nächtliches Stillen bis Toilettentraining und Trotzanfällen erlebt, wird allen Müttern aus der Seele sprechen und sie zum Lachen bringen. Eine wunderbar direkte, äußerst witzige und sehr tröstliche Sammlung von Episoden aus dem Mutteralltag.
Sarah Turner lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Devon. Da sie sich in keinem Mütter-Blog wiederfand, begann sie kurzerhand damit, ihren eigenen Blog zu schreiben. Glaubte man den Erzählungen der anderen frischgebackenen Mütter, war das alles ein Kinderspiel. Doch wo waren die Geschichten der übermüdeten und überforderten Mütter? In ihrem Blog „The Unmumsy Mum“ lässt Sarah Turner nichts aus – auch nicht die ganz normalen Tiefpunkte des Mutterdaseins. Und damit spricht sie unglaublich vielen jungen Müttern aus der Seele.

Meine Buchbewertung:

Die liebe Bloggerin Sarah Turner hatte die Idee einige Geschichten aus ihrem Mütter-Blog 
im Buch zu verwenden.

Es beginnt mit einer netter Vorstellungsrunde der Familie mit Bildern. So kann sich der Leser die einzelnen Personen besser vorstellen.

Inzwischen frage ich mich, ob überhaupt irgendjemand in nur eine Schublade passt. Im Nachhinein war es blöd von mir, gewisse Muttertypen von vornherein zu meiden. Und noch blöder, dass ich versucht habe, mich selbst in so eine Schublade zu stecken

Aber wer kennt es nicht, verleitet zu werden und andere nach Aussehen oder Auftreten in eine entsprechende Schublade zu stecken.

Suchst du auch manchmal deine Schublade oder bist du offen für alle?

Auch ich hatte meine Vorurteile gegenüber Familien mit Kindern bevor ich selbst welche bekam. Oder fand Tragemamas öko damals.

Ich find das Tragetuch nicht mehr öko, aber meine beiden Kinder fanden es einfach doof. Da kann ich gut mit Sarah mitfühlen und teile Ihre Meinung voll:

Das Tragetuch und ich, wir hatten nicht wirklich eine Zukunft.
——

Ich unternehm einen Versuch mit einem original Didimos Tuch und bekam einen persönlichen Kurs im Didimos Geschäft von einer Nachkommin der Erfinderin. Trotzdem fand mein Sohn kein Gefallen darin und auch keine Ruhe. Stattdessen hatte ich nun sein Geschrei direkt an meinem Ohr und hatte keine Möglichkeit dem zu entkommen. Waaah!

Auch eine andere Tragehilfe war nicht erfolgreicher. Wer also Interesse an einer nagelneuen spitzen Stokke Trage hat, kann sich gern bei mir melden. (Kein Werbelink, privat)

Dazu kamen meine Bandscheibenprobleme.

Ach, und wie gemütlich meine Babys im Kinderwagen lagen. So friedlich und so gar nicht tragebedüftig. Das freute mich sehr. Sie schliefen darin viel und fühlten sich wohl.

So erzählt die Autorin einige ihrer Erfahrungen und auch ihren Streit mit dem Mann, wer es schwerer hat – die Vollzeitmama oder der Vollzeitarbeitende.

Wer hat es eurer Meinung schwerer?

 

Aber auch Themen wie Eltern-Sex, Hängebusen und Indoor-Spielhöllen kommen nicht zu kurz.

Was sie als Mutter nie tun wollte (jetzt aber tut) berichtet Sarah sehr eindrucksvoll.

Ich fand mich

  • beim vermehrten Lauterwerden
  • Freunden/Bekannten mit Kindern sagen „deine kinder sind aber groß geworden“
  • Papa zum Ehemann sagen

voll wieder.

Tolle Schreibidee war die Alte-Zeiten-Hinterhertrauer-Skala. Habe ich sehr gern gelesen.

Was beim Zweiten anders ist schildert die Autorin als Zweifachmama.

Zweitgeborener sein heißt nicht Zweitbester sein.

 

Sehr schöne Auflistung und Erläuterungen zu den Schattenseiten und Sonnenseiten mit Kindern.

Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

»Nur weil man total fertig ist, ist man noch lange keine schlechte Mutter.«

Sarah beschreibt gut ihren Kampf eine gute Mutter sein zu wollen und gibt an keine Supermutter zu sein und auch gar keine sein zu wollen. Durchmogeln ist ihre Devise 🙂

In meinem Blogarchiv findest du auch ein Artikel von mir zu dem Thema: Geschichten vom Scheitern oder doch richtig gemacht?

Fazit:

Es gibt keine guten oder schlechten Tage mehr: Seit ich Mutter bin, durchlebe ich oft sämtliche Gefühle an nur einem Tag. Manchmal sogar in nur einer Stunde.


Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für das kostenfreie Rezensionsexemplar.

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