HPV – Was ist das eigentlich genau? #Aufklärung #gebärmutterhalskrebs

Abbildung Wartezimmerplakat zum Thema HPV-Impfung für Eltern von Töchtern im empfohlenen Impfalter

Gerade Mütter von Mädchen werden mit deren Geschlechtsreife irgendwann mit dem Wort HPV Impfung konfrontiert.

Soll man das machen? Oder nicht?

Aber wisst ihr überhaupt was genau dahinter steckt?

Bevor ich selbst bei einer Routine-Untersuchung einen erhöhten „PAP-Wert“ als 22 jährige junge Frau diagnostiziert bekam, den man beobachten müsse, wußte ich nichts über diesen Virus, der ausgeschrieben

Humane Papillom Viren (HPV)

bedeutet.

„Es sind über 100 verschiedene Humane Papillomviren-Typen (HPV-Typen) bekannt, von denen über 30 den Gebärmutterhals, die Scheide und den äußeren Genitalbereich befallen können. 

Die HP-Viren werden in zwei Gruppen unterteilt:

  • Niedrig-Risiko-Typen, die in der Regel keinen Krebs verursachen aber harmlose Genitalwarzen – so genannte Condylome – hervorrufen können.
  • Hoch-Risiko-Typen, die Veränderungen an Zellen hervorrufen, die eine Krebsvorstufe am Gebärmutterhals darstellen und sich später zu einem Krebs entwickeln können. Die Viren werden durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt, meist beim Geschlechtsverkehr übertragen.“ Quelle: frauenaerzte-im-netz.de

Mehr zu meinem Schicksal und Verlauf der Krankheit könnt ihr gern im Artikel Weltkrebstag – was geht mich das an? nachlesen.

Die Bundeszentrale für Aufklärung hat geniale Informationsmaterialien zum Download bereit.

Ausschnitt des Presseberichts vom 3.7.17 der BZgA:

Trotz guter Verträglichkeit ist bisher nur ein geringer Teil aller Mädchen in Deutschland geimpft. Ende 2014 hatten von den 15-jährigen Mädchen erst 30,5 Prozent eine vollständige Impfung erhalten. Dabei schützt die Impfung gegen die häufigsten hochriskanten Papillomviren. Aktuell wird ein Impfalter zwischen neun und 14 Jahren empfohlen.

Hierzu erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA: „Die rechtzeitige HPV-Impfung ist von großer Bedeutung. Dass die HPV-Impfquoten noch niedrig sind, hat mehrere Gründe. Eine der Ursachen liegt sicherlich auch darin, dass hier bereits jungen Mädchen zwischen neun und 14 Jahren eine Impfung gegen eine sexuell übertragbare Infektion empfohlen wird. Dieses Thema in diesem Alter in der (Kinder-)Arztpraxis anzusprechen, ist noch nicht überall selbstverständlich, so dass dadurch der richtige Zeitpunkt verpasst werden kann.“

Von den jungen Frauen unter 30 Jahren sind etwa 20 bis 40 Prozent mit einem Hochrisiko-HPV infiziert. Allerdings heilt ein Großteil der Infektionen von selbst aus. Bei einem Teil jedoch bleibt die Infektion im Körper und kann Jahre später zu Gebärmutterhalskrebs führen. Was viele Menschen auch nicht wissen: Einige HPV-Typen verursachen Genitalwarzen. Diese sind zwar harmlos, aber lästig. Auch dagegen bietet die Impfung einen gewissen Schutz.

Abbildung Wartezimmerplakat zum Thema HPV-Impfung für junge Frauen bis zum 18. Geburtstag

Gerne fasse ich es für euch zusammen und schreib euch das für mich wichtigste auf.

 „Die Impfung …

·  schützt vor den krebsauslösenden HP-Viren, die für bis zu 90 Prozent aller Fälle von Ge-bärmutterhalskrebs verantwortlich sind.

·  ist sicher und gut verträglich.

·  wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen für Mädchen von 9 bis einschließlich 14 Jahren zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstu-fen. Nicht geimpfte Mädchen können sich bis zum 18. Geburtstag nachimpfen lassen.

·  wird von den Krankenversicherungen bezahlt für Mädchen und junge Frauen im Alter von 9 Jahren bis zum 18. Geburtstag.

·  kann durchgeführt werden von

 – Ärztinnen und Ärzten für Kinder-  und Jugendmedizin

 – Frauenärztinnen und Frauenärzten

 – Hausärztinnen und Hausärzten

Sprecht am besten mit eurer Ärztin oder eurem Arzt!

Können auch Jungen geimpft werden? 

Auch Jungen können gegen HPV geimpft werden. Infektionen mit krebsauslösenden HP- Viren können beim Mann zum Penis-  oder Analkrebs führen. Da es bisher von der STIKO keine Impfempfehlung für Jungen in Deutschland gibt, empfiehlt es sich, bei der Krankenversicherung nachzufragen, ob die Kosten der Impfung erstattet werden.“ Quelle: BZgA.de

Die HPV- Infektion verläuft zumeist ohne äußere Anzeichen oder Beschwerden. Das bedeutet, dass du es nicht merkst ob du den Virus hast. Es juckt nicht und es schmerzt nicht. 

Wenn du aber liest, dass 90 Prozent der HPV- Infektionen innerhalb von 2 Jahren von selbst ausheilen, fragst du dich warum dann zum Arzt?

Auch der Abstrich tut nicht weh, den dein Frauenarzt vornimmt. Schnell ist klar ob alles gesund ist und das sollte es dir einmal jährlich wert sein.

Etwa 10 Prozent der Infektionen bestehen dauerhaft fort (chronische HPV- Infektion). Diese können Zellveränderungen vor allem am Gebärmutterhals verursachen, die sich im Laufe von Jahren über Krebsvorstufen zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln können. 

Siehe anhand meines Krankheitsverlaufs wie es laufen kann wenn es rechtzeitig entdeckt wird.

Die Frauenärzte im Netz haben super Erklärungen und Aufklärungen zu dem Thema parat.

Aber auch der Krebsinformationsdienst hat ua. eine Übersicht zur HPV-Impfung im Gepäck.

Es ist wichtig frühzeitig an die Krebsvorsorge zu denken!

Wenn ihr ein Mädchen habt wie ich, klärt sie frühzeitig darüber auf, nur eine Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr ist wirksam gegen die meisten HPV Viren. Zusätzliche Vorsorgetermine beim Frauenarzt sind ebenfalls sehr wichtig.

Wenn ihr ein Jungen habt wie ich, klärt ihn frühzeitig darüber auf, nur ein Kondom schützt vor den HPV Viren.

Ich versprech euch, ich werde es tun!

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