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Darwins Peep Show

Was tierische Fortpflanzungsmethoden über das Leben und die Evolution enthüllen

Sexualorgane unter der Lupe

Sex wird im Allgemeinen als interessant betrachtet, allerdings nicht, wenn es um Käfer, Schnecken, Hühnerflöhe oder andere Tiere geht. Das ist ein Irrtum, wie Menno Schilthuizen zeigt. Seit sich die Wissenschaft mit dem Thema beschäftigt, ist sie auf eine verblüffende Vielfalt der Fortpflanzungsorgane im Tierreich gestoßen, vom Penis, der aussieht wie ein Korkenzieher, bis zur spezifischen Vorratshaltung von Weibchen für das Sperma von besonders attraktiven Männchen. Diese Vielfalt ist im Lauf der Evolution entstanden und dient der Optimierung der Fortpflanzung. Die menschliche Fortpflanzungsmethode nimmt sich im Vergleich eher einfallslos aus.

Wofür tierische Genitalien alles gut sind

Die große Vielfalt der Sexualorgane ist die Grundlage für eine der festen Regeln der Biologie: Wenn sich zwei Arten vom Aussehen her ähnlich sind, dann kann man sie am besten aufgrund der Genitalien auseinanderhalten. Die gängige Erklärung für die Unterschiede war: Ein Penis soll nur in eine Vagina der gleichen Art passen. Warum sind aber die Unterschiede bei isolierten Arten, die gar nicht mit anderen in Berührung kommen, genauso groß? Mit der Entdeckung eines Insektenforschers, dass der Penis einer Libellenart eine Art kleine Schaufel an der Spitze hat, mit deren Hilfe Spermien von Vorgängern hinausgeschafft werden, erlebte die moderne Forschung einen Neustart. Das war der erste Hinweis darauf, dass tierische Genitalien zu mehr gut sind, als nur Spermien abzulegen oder aufzunehmen.

Zum Autor:

Prof. Dr. Menno Schilthuizen, Jahrgang 1965, forscht am »Naturalis«, dem niederländischen Zentrum für Biodiversität, und ist Professor für Evolutionsbiologie an der Universität Leiden. Er hat zahlreiche Fachveröffentlichungen sowie populärwissenchaftliche Bücher vorgelegt und schreibt für Zeitschriften wie ›Natural History‹, ›New Science‹, ›Science‹ oder das niederländischen Handelsblatt.

Meine Buchbewertung:

Das Buch klang sehr humorvoll und interessant. Wer will denn nicht in die Schlafzimmer der verschiedensten Tiere gucken und wissen wie der Sex oder deren Fortpflanzung funktioniert?

Dann muss ich sogar lesen, dass einige Tiere sogar ganz auf Sex verzichten, sich dennoch fortpflanzen.

Was macht einen Körperteil zum Geschlechtsteil?

Die unteren Körperregionen der Tiere sind die Bühnen, auf denen ein evolutionäres Schauspiel aufgeführt wird, bei dem Darwin, hätte er zugeschaut, errötet wäre

Wusstest du dass der Schimpanse Stacheln am Penis hat?

Unterschiede der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale werden erläutert. Oder gibts da eigentlich keine Unterschiede? Hierbei wurde ich an meine Schulzeit in Biologie erinnert.

Aber das Buch liefert viel neues und einige Aha-Effekte.

Genitalien auf dem Kopf, wo gibts denn sowas?

Oder kennst du den singenden Penis der Schnaken?

 

Der Vorgänger ist der Dumme: Männliche Haie, die zwei Penisse haben, besitzen einen sogenannten Sipho-Sack, mit dem sie Meerwasser in die Vagina ihrer Gefährtin drücken können, vermutlich um Spermien des Vorgängers hinauszuspülen.

Diese und noch viel mehr wissenschaftlich erwiesene Tierphänomene sind in diesem tollen Buch beschrieben.

Fazit:

Die vielen Fachbegriffe und wissenschaftliche Herangehensweise bremste leider meinen Lesefluss. Dennoch wollte ich es verstehen und ganz durcharbeiten.


Vielen Dank an den dtv Verlag für die Geduld und das kostenfreie Rezensionsexemplar

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