Ab ins Netz?! @computerkind

Ab ins Netz?!Wie Kinder sicher in der digitalen Welt ankommen und Eltern dabei entspannt bleiben

Digitale Kompetenz schlägt digitale Demenz!

Hilfe: Mein Kind will vor den Bildschirm! Irgendwann ist es so weit, der Nachwuchs soll einen Einstieg in die digitale Welt finden. Eltern fürchten dort allerhand Gefahren – reale und weniger reale. Sich-Heraushalten oder Kontrolle scheinen oft die einzigen Alternativen. Katja Reim weiß, dass es auch anders geht. Sie erzählt mit viel Know-How und Selbstironie, wie man Kinder schon im Kindergartenalter auf virtuelle Spielplätze begleiten kann. Dann sind sie nämlich sicher unterwegs, wenn sie später nichts mehr auf den Rat der Eltern geben.

Meine Buchbewertung:

Jedes Elternteil hat sich bestimmt schon Gedanken gemacht, wie es die Smartphones und Co. an die Kinder heranführen soll.

Da das Phänomen der tragbaren und permanenten Verlockung des digitalen Abenteuerlandes relativ neu ist, fehlen Vorbilder, an denen Eltern sich orientieren können.

So auch wir, die Kellerbande.

Da kam mir dieses Buch von der lieben Katja, die ich aus Twitter kenne, genau recht.

Sie geht locker und leicht an das Thema ran. Es liest sich eher wie ein Erfahrungsbericht, als ein Ratgeber.

Anhand dem Umgang ihrer Tochter und den Medien erklärt sie, wie man es machen kann.

Mit einer Frisuren-App lernte sie, dass Fotos manipuliert werden können. Seit der virtuellen Reise ihrer Puppe versteht sie, dass Fotos sich im Internet wie von Zauberhand vermehren.

Aber es gibt verschiedene Wege und jedes Kind braucht einen anderen. Wie auch wir Eltern jeder eine andere Medienkompetenz mit sich bringt.

Für den einen ist zum Beispiel Fernsehen für Kindern ein no go. Für den anderen ist eine halbe Stunde täglich in Ordnung.

Aber auch ich verlasse mich da, wie Katja auf mein Bauchgefühl.

Der Große mit seinen 5 Jahren schaut sich gern im Internet die Lego Bauanleitungen an. Warum denn nicht?

Da kann er nichts verkehrtes machen.

Die haben alle eine 6 stellige Nummer, die er schon selbst in das Suchfeld eingeben darf. Die Lupe dahinter findet er auch selbst. Dann kommt schon das gesuchte Bild im Tablet zum Vorschein. Nun scrollt er die einzelnen Bauschritte durch und ist glücklich.

Nebenbei lernt er die Zahlen und kreative Bauschätze kennen.

Wir vertrauen ihm, dass er uns sofort ruft, wenn der Bildschirm anders aussieht als sonst. Popups sind bereits ausgeschaltet.

Er darf sich 3 Anleitungen bei Bedarf anschauen. Das sind meist Regentage, oder wenn er krank ist.

Katja berichtet in ihrem Buch auch über das Versteckspiel Geocaching. EIne tolle Möglichkeit die wirklche Welt mit der virtuellen zusammenzubringen.

Allerdings ist es mittlerweile zu kommerziell geworden. Als ich es noch damals vor 15 Jahren ohne Kinder „gespielt“ habe und hauptsächlich „Lost places“ gesucht habe, war es noch interessanter. Da brauchte man ein richtiges GPS Gerät – ein gutes. Smartphones gab es da noch nicht.

Mit den Kindern waren wir auch schon auf Schatzsuche, aber unabhängig vom Zusammenhang der „Netzkultur“. Da ging es allein um die tatsache im Wald eine Kiste mit Dingen zu finden, zu tauschen und wieder dort zu verstecken.

Inzwischen gibt es weltweit über 2,8 Millionen sogenannter Caches.

Viele gute Klick-Tipps zum surfen und ausprobieren sind für Eltern und Kinder im Buch zu finden. Dabei empfand ich den größten Aha-Effekt.

Wie wichtig frühes Aufklären über Datenschutz, Zb. Payback und Deutschlandcard, ist, welche Regeln die Eltern aufstellen sollten und mit welchem Gerät eingestiegen werden sollte erfahrt ihr im Buch.

 

Aber herauszulesen ist ein ganz wichtiger Punkt. Am wichtigsten ist das Vertrauen zu dem Kind und dessen Achtsamkeit.

Fazit:

Wenn wir im Gespräch mit dem Kind bleiben und selbst einen sorgenfreien Umgang mit den Medien Pflegen, hat das Buch trotzdem noch einige interessante Ergänzungen für uns parat.


Vielen Dank an den Köselverlag und das Bloggerportal für das kostenfreie Rezensionsexemplar.

 

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