Henri – »Ihr lacht über mich, weil ich anders bin. Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid.« Es ist ein Zitat des Rockmusikers Kurt Cobain @bloggerportal @Heyneverlag

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Bildrechte und Inhaltsangabe: Randomhouse.de

Kirsten Ehrhardt

Henri Ein kleiner Junge verändert die Welt

Henri ist kein Fall, Henri ist ein Kind

Bei Henris Geburt deuten nur seine etwas schräg stehenden Augen darauf hin, dass er anders ist als andere Säuglinge. Henri hat das Down-Syndrom. Seine Eltern beschließen früh: Niemals wollen sie ihren kleinen Sohn deshalb einschränken. Auf einer regulären Grundschule lernt Henri mehr, als man jemals für möglich hielt. Dann will er mit seinen Freunden aufs Gymnasium wechseln und es beginnt ein erbitterter Kampf, der bald das ganze Land bewegt.

 

Eine Geschichte über unsere Gesellschaft und die Frage: Wie wollen wir miteinander umgehen?

Meine Buchbewertung:

Die Geschichte um den Jungen Henri mit i hat auch mich damals erreicht – durch den Medienrummel.

Nun habe ich Lust gehabt, die Sichtweise und die Verangenheit des liebenswerten Henri von seiner Mutter zu lesen.

Schon nachmittags darf die inzwischen vier Jahre alte Emily ihren Bruder sehen. Henri mit i soll er heißen. So klein, so süße, leicht abstehende Ohren, so blond – wie sie auch. Dass seine Augen ein bisschen anders aussehen als ihre und dass er eine sogenannte Vier-Finger-Furche hat, also eine Linie, die quer über die Handinnenfläche verläuft, sieht sie natürlich nicht. Henri ist der tollste Bruder der ganzen Welt und bleibt es auch.

Der Beginn des lebens und die Umstände damit werden sehr lebhaft und mit viel Dialogen geschrieben. So ist es abwechslungsreich und interessant zu erfahren, was ein Leben mit einem Kind mit Downsyndrom so mit sich bringt.

In allem anderen war Henri ein Überraschungspaket, und er ist es oft genug noch heute. Aber ein Kreißsaal-Schock für alle Beteiligten war Henri nicht.

Sie schildert den Druck von aussen. Das einem jeder reinreden wollte und es besser entscheiden wollte, was gut für die Familie und für ihren Sohn sei.

Aber auch den eigenen Druck, dem Kind gerecht zu werden. Es genug und ausreichend zu fördern beschreibt die Autorin sehr gut.

Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

Einer meiner Lieblingssätze stammt aus diesem Seminar, eine afrikanische Weisheit: »Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.« Diesen Satz gibt uns die Referentin mit auf den Weg.
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In der Grundschule ist er mehr ein Störfaktor weil er anders ist. Aber gibt es nicht auch andere Kinder, die stören durch Vorlautsein oder ADHS oder anderen Auffälligkeiten?

In der Schule wird es für Henri jedoch ernst. Denn wer nicht mitmacht, hat ein Problem und wird zum Problem. Eltern von Zugucker-Kindern fühlen sich oft für dieses Problem verantwortlich.

 

Sie kämpfen um den Besuch eines Gymnasiums nach der Grundschule für ihren Sohn. Damit er zusammen mit seinen Freunden dort hingehen kann und geminsam lernen darf.

Leider wird ihm das verwehrt und ein Kraftakt gegen Medien und anderen Meinungen beginnt.

Aber sie geben nicht auf.

 Das Downsyndrom steckt nicht an. Niemand wird durch Henri dümmer.

Sie schildert, wie sie sich rechtfertigen muss. Oder zumindest denkt, sie müsse das tun.

Viel politische Informationen über Inklusion enthält das Buch ebenfalls.

Fazit:

»Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann«, hat der französische Maler und Schriftsteller Francis Picabia einmal gesagt.


Vielen Dank an den Heyne Verlag und dem Bloggerportal für das kostenfreie Rezensionsexemplar.

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