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Bildrechte und Inhaltsangabe: Ullstein.de

Gefühle sind keine Krankheit

„Wir müssen damit aufhören, ständig auf unsere Defizite zu achten.“

Christian Peter Dogs ist Klinikleiter und Facharzt für Psychiatrie und Psychosomatik. Er hat viele tausend Menschen behandelt, die an Depressionen, Ängsten und den Folgen traumatischer Ereignisse litten – mit ungewöhnlichen und sehr erfolgreichen Konzepten. Die Erfahrungen seiner langjährigen Berufspraxis zeigen: Es gibt Auswege. Und vor allem: Wir selbst können ganz viel für unsere seelische Gesundheit tun.

 

Meine Buchbewertung:

Wir sind deshalb aber noch lange nicht alle psychisch krank, weil wir Dinge erleben, die schwierig sind, die uns vielleicht sogar traumatisieren. Doch viele von uns fühlen sich heute hilflos und ohnmächtig, mit den Wechselfällen des Lebens umzugehen.

Um meine Gefühlswelt einordnen zu können war es mir ein Bedürfnis dieses buch zu lesen.

Bin ich eigentlich auf dem richtigen Weg? Muss ich mich irgendwo mit meinen wahren Gefüheln verstecken? Darf ich eigentlich sein, wer ich bin?

Besonders bedrohlich ist es, wenn wir nur noch schriftlich zwischen Tür und Angel über SMS und Mails zu anderen Kontakt aufnehmen. Wir verflachen auf diese Weise emotional. Denn bei dieser Art der Kommunikation wird nur ein Teil unserer Sinne angesprochen. Die Lebendigkeit geht verloren, die bei einem echten Austausch stattfindet, bei dem wir gestikulieren und uns gegenseitig beobachten, bei dem wir das Leuchten in den Augen unseres Gegenübers wahrnehmen und diesen Reiz dann blitzschnell in unserem Gehirn verarbeiten

 

Auch geht das persönliche in einer Whatsapp zum Beispiel flöten. Wie oft wird ein Text falsch verstanden und muss erst in weiteren 10 Whatsapps wieder geradegebogen werden. EIn Telefonat wäre doch so viel persönlicher und zielführender?!

Aber nein, die Zeit fehlt, die Geduld fehlt, der Mut zum Hörer zu greifen fehlt vielleicht auch?

Interessant als Zweifachmutter war für mich auch, wie weit die Kindheit der Gefühle für ihr späteres Leben maßgebend ist.

Bis zu unserem zwölften Lebensjahr wird unser Gehirn programmiert wie ein Computer, und zwar sehr individuell. Temperament und Persönlichkeit sind dann fertig ausgebildet und durch Therapien kaum mehr zu beeinflussen.
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Das Buch erlaubt einen Einblick in die Welt der Psychologie.

Ein Klinikchef und erfahrener Psyhiologe schreibt sehr persönlich wie man Einfluss auf seine Gefühle hat und wie man sie positiv für sich nutzen kann/soll.

Er nimmt uns Leser mit in seine Vergangenheit und schildert einige berufliche Fälle zur Erläuterung.

 

Verstehen Sie mich nicht falsch. Gewaltfreie Kommunikation ist gut, ich bin gegen Gewalt. Aber nicht gegen Wut. Das ist Lebendigkeit pur. Dieses Gefühl gehört zu uns – sonst hätten wir es nicht. Schauen Sie sich Kinder an. Wie können die traurig, ängstlich und wütend sein, wenn man sie nicht dafür verurteilt, wenn man ihnen nicht schon früh weismacht, dass solche Gefühle etwas Verbotenes sind.

Das war für mich ein sehr wichtiger Punkt, auch meine Gefühle den Kindern weiterhin nicht zu verheimlichen. Nur wenn sie meine Gefühle einordnen können, können sie auch ihre eigenen Gefühle kennenlernen.

Daran sollten wir Eltern auch üben, den Kindern ihre gefühle zuzulassen. Wenn es auch manchmal sehr schwer fällt 😉

Der Autor  gibt auch Tipps, was einen einen guten Therapeuten ausmacht und worauf  Patienten achten sollten.

Fazit:
Loslassen, ein schönes Wortspiel: Jemanden nicht nur loslassen, sondern ihm auch sein Los lassen.


Vielen Dank an Netgalley und dem Ullstein Verlag für das kostenfreie Rezensionsexemplar.

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