Chill mal #Rezension #Edelverlag

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Bildrechte und Beschreibung: Lovelybooks.de

Matthias Jung: Chill mal!

Am Ende der Geduld ist noch viel Pubertät übrig

ÜBER DAS BUCH
Eltern nerven, Schule ist out, WhatsApp überlebenswichtig
und Hygiene überschätzt: Wer mit Teenagern zusammenlebt,
kennt hitzige Gefechte über Hausaufgaben, Helfen im
Haushalt, Zimmeraufräumen und Handynutzung. Aber
wie können Eltern diese herausfordernde Phase so entspannt
wie möglich meistern?
ÜBER DEN AUTOR
Matthias Jung, Diplom-Pädagoge und Deutschlands
lustigster Jugend-Experte, bringt seinen Lesern in »Chill
mal!« die Welt der Pubertierenden näher.
Von Pickeln und Stimmungsschwankungen über endlose
Diskussionen und Liebeskummer bis hin zu Handysucht
und Schulstress: In seinem Buch spricht der Autor alle
Themen an, die Eltern von Teenagern beschäftigen, und
steht ihnen mit Rat und Humor zur Seite.
Matthias Jung weiß, wie Jugendliche ticken. Er gibt
wissenschaftlich fundierte Einblicke in Verhaltensweisen
und Gehirne Heranwachsender und erklärt, wie man das
Zusammenleben mit Pubertierenden gelassen übersteht,
immer getreu seinem Motto: »Pubertät ist, wenn man
trotzdem lacht!«

Meine Buchbewertung:

Und tatsächlich ist das Buch sehr humorvoll aufgebaut.

Die kargen Dialoge zwischen Eltern und Jugendlichen werden gnadenlos authentisch wiedergegeben. Sehr lustig.

Es zeigt mir als noch nicht Pubertier-Mama was da auf mich zukommen kann und gibt mir Tipps, welche Sätze ich zum Beispiel nieee sagen darf:


1.Ich sag’s jetzt zum letzten Mal.
2.Kannst du auch mal antworten, wenn ich dich was frage?
3.Ich sag’s jetzt zum allerletzten Mal.
4.Das Bad gehört nicht dir allein.
5.Das Wochenende gehört der Familie, da kannst du auch mal zum Frühstück aufstehen.
„Räum dein Zimmer auf“ habe ich bewusst ausgelassen, denn ich kenne keine, nicht eine Mutter, die es aushalten würde, es nicht zu sagen, also kann ich es mir sparen.


Neben dem ganzen Humorweist der Auto aber auch auf wichtige Details hin. Nämlich welche Möglichkeiten ich als Elternteil habe, dem Jugendlichen was über Sex und Verhütung zu erklären ohne es in Verlegenheit dabei zu bringen.


Jugendgerechte Tipps zu Körperpflege und Sexualität bietet zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) auf der Seite http://www.loveline.de.



Was ich erschreckend fand, war die Erkenntnis, dass wir wieder ganz von vorne anfangen, was Regeln und intelligentes Verhalten angeht. Hoffentlich lohnt es sich trotzdem jetzt schon noch Zeit und Geduld zu investieren 🙂


Quasi wird alles auf Werkseinstellung zurückgesetzt. Deswegen werden wir, die Eltern, in dieser Zeit auf eine harte Probe gestellt. Denn unser Nachwuchs, den wir bislang für halbwegs intelligent erachtet haben, demonstriert uns, dass offenbar nix davon übrig geblieben ist.


Was mir am meisten Sorgen macht sind die rebellischen Phasen, bei denen wir Erwachsenen ruhig bleiben sollen und den Diskussionen, dem Gemotze, dem Geschrei, den Verhjandlungen und den Streitereien stand halten müssen.

Wie das gehen soll wird mir ein Rätsel bleiben, bis ich es selbst erfahre….

Ich nehme mir zumindet vor, keine hausaufgaben meiner Kinder zu machen. Das sind doch mal gute Vorsätze oder?

Umgang mit Smartphone und Risiken werden im Buch erläutert.

Genial fand ich auch den § 1619, der da heißt (Dienstleistungen in Haus und Geschäft): „Das Kind ist, solange es dem elterlichen Hausstand angehört und von den Eltern erzogen und unterhalten wird, verpflichtet, in einer seinen Kräften und seiner Lebensstellung entsprechender Weise den Eltern in ihrem Hauswesen und Geschäft Dienste zu leisten.“

Regeln gibt es jetzt schon bei uns und die sind wichtig im Jugendlichen Leben. Die wird es auch immer geben. Denn die geben Halt und dieses zitat gibt mir allen Mut dazu.

Die Jugendlichen haben jetzt so viel Durcheinander im Kopf, dass sie wenige, aber klare Vorgaben benötigen.

Im Buch finden sich auch Richtwerte zu Ausgangszeiten und Taschengeldhöhe der Jugendlichen.

Fazit:

Humorvolle Ratgeber um durch die Pubertäts-Phase der Kinder zu kommen.


Vielen Dank an lovelybooks.de für den Leserundengewinn des Rezensionsexemplares.

3 Kommentare

  1. Liebe Anja,! Die gute Nachricht ist, dass die Pubertät sich über gefühlte 100 Jahre zieht, aber irgendwann endet. Schlimmer als die Unordnung meiner Kinder fand ich die miterzieher, die mir als blinde Mama erklären wollten wie sehr die Kids meine Behinderung ausnutzen. Menschen, die meinen Kindern erklären wollten wie sehr sie doch irer blinden Mama dieses oder jenes machen sollten. Besonders gern machen das kinderlose Frauen oder Mütter über 60.

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