#dgwaztmidwdewdt Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn oder der entspannte Weg durch #Trotzphasen @gewuenschkind @beltz_familie @beltz_gelberg

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Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn

Der entspannte Weg durch Trotzphasen

Will das Kind NIE ins Bett? Und Treppen laufen kommt nicht infrage? Statt selbst Tobsuchtsanfälle zu kriegen, lesen Eltern lieber dieses Buch. Die Autorinnen des größten Elternblogs Deutschlands zeigen, wie man die eigenen Nerven beruhigt und das Kind gleich mit.

Das Trotzalter ist die erste heiße Phase im Leben mit dem Nachwuchs. Kaum steht es auf seinen eigenen Beinen, beginnt das Kind nach Autonomie zu streben. Der kleine Sonnenschein wird zum tellerwerfenden Wutmonster und verunsichert seine Eltern zutiefst. Die Autorinnen machen Mut, Wege abseits der klassischen Erziehung mit festen Grenzen und strenger Konsequenz zu gehen. Sie erklären, was in den Kindern vorgeht und warum Trotzphasen wichtige Entwicklungsphasen sind, die Eltern aktiv annehmen sollten, statt sie zu unterdrücken. Die witzig-persönlichen Erfahrungsberichte, praktischen Tipps und neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung sind Balsam für die Seele gestresster Eltern.

Mehr zum Titel und den Autorinnen finden Sie unter http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de

Meine Buchbewertung:

Als eine der ersten erhielt ich ein Exemplar zugesandt. War mächtig stolz darauf.

Aber es war/ist nicht einfach ein Buch, das man hoppladihopp durchblättert.

Ich habe es als Vollzeitmama wirklich als Arbeitslektüre betrachtet und freue mich nun es vorstellen zu dürfen.

Denn mittlerweile ist der Wälzer in den Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Hut ab an Katja und Dani!

Ich hab ja immer so meine Bedenken, wenn ein bestimmter Erziehungsstil hervorgehoben wird, denn es gibt IMMER eine Mischung aus verschiedenen Methoden, das eigene Kind im Leben zu begleiten.

Deshalb hatte ich mir bereits im Jahr 2016 Gedanken zur Kinderbegleitung gemacht und sie entsprechend verbloggt (Link führt zu diesem Archivbeitrag).


Ich glaube, daß Erziehung Liebe zum Ziel hat. Wenn Kinder ohne Liebe aufwachsen, darf man sich nicht wundern, wenn sie selber lieblos werden.
Astrid Lindgren


Wir in der Kellerbande handeln sehr bedürfnisorientiert. Aber nicht strikt nach einem Erziehungsratgeber, sondern strikt nach unserem Herzen.

Wer sagt einem eigentlich, was ein Bedürfnis ist und was ein Wunsch? Das ist sehr schwer zu differenzieren und manche Eltern haben bei kleinen Säuglingen schon Schwierigkeiten zu unterscheiden ob es schreit weil es Hunger hat oder weil es pupsen muss.

Daher erstaunte mich der Ansatz im Buch wie folgt:

Wir wollen in unserem Buch mit den alten Mythen vom verzogenen Tyrannen aufräumen und Eltern und Großeltern darin bestärken, den in der Babyphase mittlerweile gängigen Ansatz der bedürfnisorientierten Erziehung auch nach dem ersten Geburtstag weiterzuführen.


Im Buch bekommen Eltern sehr brauchbare Tipps um in schwierigen Situationen einen relativ kühlen Kopf zu bewahren. Welche Möglichkeiten wir Eltern haben mit unseren Kindern zu kommunizieren oder wie wir uns bei bissigen Kindern verhalten sollten wird ebenfalls aufgezeigt.

Ein wichtiges Zitat aus dem Buch:

Auch die perfektesten Eltern verlieren dann und wann die Contenance, selbst solche, die selbst eine bedürfnisorientierte Erziehung genießen durften. Es ist jedoch nicht sinnvoll, sich deswegen Vorwürfe zu machen. Wir sind Menschen, keine Maschinen. Wir sollten uns einfach im Klaren darüber sein, dass Kinder es in den seltensten Fällen verdienen, unsere Wut abzubekommen, weil wir die Gründe für ihr Verhalten häufig falsch einschätzen.


Was steckt hinter den frechen Antworten der Kinder? Es folgen Erklärungsversuche und Interpretationen der Autoren.

5 mögliche Gründe, warum Kinder nicht kooperieren werden erläutert und mögliche Lösungsansätze genannt und mit Beispielen gefestigt.


Vertrauen wir unseren Kindern und nehmen wir uns im Alltag ein wenig mehr Zeit, dann legen wir auf einfachste Art und Weise den besten Grundstein für Kooperation. Und werden staunen, was ein Kleinkind alles schon kann.


Und Zeit scheint bei vielen Eltern das Kernproblem zu sein. Es muss morgens schnell gehen, damit man selbst pünktlich im Büro erscheint und es wird alles durchgetaktet.

Da lobe ich mir meinen Luxus als Vollzeitmama und merke den Unterschied wenn ich zwar ein gewissen Zeitrahmen habe, aber der auf die Kinder ausgelegt ist und nicht nach mir.


Das Verbalisieren von Kompromissen und Alternativen ist zu Beginn eine zähe Angelegenheit, die im stressigen Alltag oft schwer umzusetzen scheint. Entscheidet man sich jedoch konsequent dafür, schon damit zu beginnen, wenn die Kinder noch sehr klein sind, erleichtert man den Prozess später ungemein. Spätestens mit vier oder fünf, wenn der Meilenstein des Perspektivwechsels erreicht wurde, erntet man die Früchte seiner Bemühungen.


Um Kompromisse und Alternativen mit Kinder zu diskutieren und auszuhandeln sehe ich doch eine Schwierigkeit bei kleinen Kindern.

Diese brauchen die Klarheit der Eltern und deren Entscheidungsfreude, die ihnen Sicherheit gibt. Wenn die Kleinen schon früh selbst die Kampfhaltung um einen Kompromiss lernen müssen könnte das auch nach hinten los gehen.

Alternativen müssen alle Kinder irgendwann mal lernen zu akzeptieren. Aber die Kleinsten verstehen es einfach noch nicht von ihrer Kopfentwicklung her. Warum dann die eigenen Nerven daran verschwenden?

Tipps und Tricks für einen entspannten Alltag erhöhen den Kaufwert des Buches.

Wo setzt man als Eltern Grenzen und braucht man die überhaupt? Wo ist eigentlich unsere persönliche Grenze?

6 Anhaltspunkte zur Grenzfindung der Autoren findet man im Buch.

Logische Grenzen, die mir sofort eingefallen sind: Lebensgefahr und Zerstörung von wertvollen Gegenständen.

Meiner Meinung dürfen die Grenzen sich auch verändern. Denn das Kind wird älter und wir Eltern werden erfahrener. Wenn wir dem Sohn etwas zutrauen sage ich ihm das ganz offen:

„Hör mal mein Räuber, bisher galt für dich die Grenze XY aus folgenden Gründen…..

Nun bist du bald 6 und wir trauen dir zu das allein entscheiden zu können. Wenn du dabei allerdings Zweifel haben solltest kannst du gern weiterhin mit uns darüber reden.“

Beim Thema Wutanfälle war ich auf die Hilfestellungen gespannt und konnte mir einiges für mich persönlich mitnehmen.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich im Supermarkt oä. noch nie ein beschämendes Wuterlebnis mit den Kindern hatte. Sie helfen mit und sausen auch mal im Laden wild rum, aber sie kennen die Antwort der Frage an der Kasse bei den Süßigkeiten und Zeitschriften mit dem Plastikscheiss. Nein. Das akzeptieren sie und gut.

Dafür haben meine kleinen Wutmonster andere Ventile um ihrer Autonomiephase Ausdruck zu verleihen: 10 Gründe warum Kinder kleine Wutmonster sind (Link führt zu einem Archivbeitrag im Blog)

Mein Fazit und Lieblingszitat aus dem ersten Buch:

Wir sollten Wutanfälle nicht als Übel betrachten, sondern als Erfahrungen, als »Wehen«, die vielleicht schmerzhaft, aber notwendig sind, um am Ende das schönste Wunder überhaupt hervorzubringen: autonome und empathische Menschenkinder.


Hier könnt ihr bald meine Buchmeinung zum Folgebuch der Autoren lesen. (Link führt zum entsprechenden Blogbeitrag)


Vielen Dank an den Beltz Verlag für das kostenfreie Rezensionsexemplar

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2 Kommentare

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