Die Tyrannenlüge #Rezension @KoeselVerlag @bloggerportal

9783466310920
Bildrechte und Beschreibung: Randomhouse.de

Julia Dibbern

Die Tyrannenlüge Warum unsere Kinder genau das sind, was die Welt von morgen braucht

Eltern, die mit ihren Kindern sehr bewusst und liebevoll umgehen, sind manchmal verunsichert, wenn diese nicht ebenso liebevoll agieren und nicht „funktionieren“, und fragen sich, ob nicht doch etwas mehr Strenge angebracht wäre. Ein Blick in die Wissenschaft zeigt aber, dass es sich bei den heutigen Kindern keineswegs um Tyrannen oder Rotzlöffel handelt. Julia Dibbern beweist, wie gut unsere Kinder so auf die Welt von morgen vorbereitet werden. Denn diese wird keine Generation von Ja-Sagern brauchen, sondern mutige, kreative und sozial kompetente Menschen. Eltern werden durch dieses Buch bestärkt, lernen die Bedürfnisse ihrer Kinder besser zu verstehen sowie sich von der Gesellschaft nicht verunsichern zu lassen.

Meine Buchbewertung :

Der Titel allein hat mich schon angezogen und neugierig auf den Inhalt gemacht.

Sind oder werden meine Kinder etwa Tyrannen oder sind sie tyrannengefährdet?

Dem will ich heute auf den Grund gehen, denn das Buch besagt dass es nicht sein muss.

Ältere Menschen fanden es immer schon unheimlich, dass jüngere Menschen so anders zu sein scheinen. Die über Jahrtausende eingeschliffenen Vorurteile über die »Jugend von heute« sind stark.

 

Diese Floskel kennt sicher auch jeder : „Die Jugend von heute!“

Werden wir im Alter immer spießiger? Das ist wohl dieser Perspektivenwechsel den wir einnehmen sollten…

 

 

 

Dem geht die Autorin in diesem Buch auf den Grund.


Der Mensch ist – aus evolutionärer Sicht – für ein Leben in der Gemeinschaft geschaffen. Menschen jeden Alters wollen sich geborgen fühlen, verlässliche Beziehungen mit vertrauten Menschen eingehen und in einer Umgebung leben, der sie sich zugehörig fühlen.

REMO LARGO


 

Liegt es an dem rasanten digitalen Wandel?


Hier haben wir es tatsächlich schwerer als die Elterngenerationen vor uns, die ohne Smartphones und Internet arbeiteten. Ansonsten scheint es uns im Großen und Ganzen – zumindest im Vergleich zu »früher« – ganz gut zu gehen, was die Zeit angeht.


Liegt es an den vielen Alleinerziehenden und geschiedenen Elternpaaren?


Und die zunehmende Anzahl der Scheidungen und Trennungen ist kein Indiz dafür, dass die derzeitige Elterngeneration etwa »nicht bindungsfähig« ist, sondern viel eher dafür, dass Mütter nicht mehr so abhängig sind wie früher und dass Partner heute nicht mehr um jeden Preis zusammenbleiben, sondern genauer schauen, was gut für sie ist.


 

Liegt es am Leistungsdruck in der heitigen Gesellschaft der Frühförderungen?

 

Diese und viele andere Fragen werden ausführlich und verständlich erläutert.

Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

 

So wie ich es sehe, haben meine Kinder zwei Mamas – mich und Mutter Erde. Wenn ich müde bin oder eine Pause brauche, dann übernimmt die andere Mama den Job. Sie ist strenger als ich. Bienen stechen, die Sonne brennt und die Dunkelheit kommt, egal, wie viel man diskutiert. Aber sie ist auch freundlicher als ich. Sie bietet alles. Und sie wird da sein als Mutter, lange nachdem ich gegangen bin.

KALI WENDORF

 

 

Interessant fand ich die Einstellung, dass wenn wir denken, dass alle anderen Eltern inkompetente Idioten sind, wir dann auch das entdecken werden.

Also spielt wieder der eigene Bezug zum Leben und die positive Einstellung zu Dingen und Umgebung eine wichtige Rolle – Selbstvertrauen.

Weiteres wichtiges Thema sind die Grenzen, die man Kindern setzen soll oder nicht.

Da hat es mich gefreut, dass in meinem Jahr mit Jesper Juul (Link führt zu meiner Sammelseite über Jesper Juul) ein Zitat von ihm in diesem Buch erscheinte.

 

 

Jeder gesunde Mensch hat Grenzen. Die muss man nur, um mit Jesper Juul zu sprechen, kommunizieren.Eigentlich bedeutet das nichts anderes, als sein Gegenüber, ob klein oder groß, ernst zu nehmen und auf Augenhöhe zu behandeln.

 

Es folgt noch eine Erläuterung der Bedürfnispyramide von Schmidt, Nicola und der Autorin. Diese ist sehr anschaulich und hilfreich wenn man Zweifel an der Rangfolge der Bedürfnisse hat.

Ich nehme für mich mit, dass es am wichtigsten ist eine frohe Einstellung zum Leben zu haben und positives Denken im Vordergrund steht.

Fazit:

Mit Kindern gilt, mehr noch als mit Erwachsenen: What you see is what you get. Das, was du erwartest, das bekommst du auch. Und wenn du ein liebevolles Kind siehst, das sich nach Kräften bemüht – dann wirst du das auch bekommen.


Vielen Dank an den Kösel Veralg und das Bloggerportal für das kostenfreie Rezensionsexemplar

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