#Vertrauen [Blogparade] oder vertraute Zitate

Die Nachbarskinder

Wer andern gar zu wenig traut,
Hat Angst an allen Ecken;
Wer gar zu viel auf andre baut,
Erwacht mit Schrecken.
Es trennt sie nur ein leichter Zaun,
Die beiden Sorgengründer;
Zu wenig und zu viel Vertraun
Sind Nachbarskinder.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Vertrauen – das ist das Thema der Blogparade von Marie alias Schwellentroll.

Wilhelm Busch trifft meine Ansicht vom Vertrauen genau.

Vertrauen ist eine wichtige Eigenschaft, die viel geschätzt aber auch oft unterschätzt wird.

Wer schon mal die Erfahrung eines Vertrauensmißbrauchs hinter sich hatte, wird erst mal lange Zeit jedem anderen Menschen mißtrauisch sein.

Den guten Steuermann lernt man erst im Sturm kennen.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr – 65 n. Chr.), römischer Politiker, Rhetor, Philosoph und Schriftsteller

Und so ist es, erst in Krisenzeiten oder in einer Tiefphase des Lebens lernt man, welche Personen vertrauenswürdig sind und welche nicht.

Komme den Leuten mit Vertrauen entgegen, aber ganz vertraue dich keinem. Erinnere dich des schönen Spruches; „Mit vielen teile deine Freude, mit wenigen dein Leiden, mit einem nur dein Herz.“

Peter Rosegger (1843 – 1918)

Und das ist mir besonders wichtig zu betonen, meinem Mann kann ich voll Vertrauen.

Mein Herz teile ich inzwischen durch drei 🙂

Vertrauen und Achtung, das sind die beiden unzertrennlichen Grundpfeiler der Liebe, ohne welche sie nicht bestehen kann, denn ohne Achtung hat die Liebe keinen Wert und ohne Vertrauen keine Freude.

Heinrich von Kleist (1777 – 1811)

Mein Sohn ist Fremden gegenüber sehr vertrauensseelig. Aber eines Tages und nur bei einer bestimmten Person, fing er an diese anzuweinen. Er mußte diese Person nur sehen oder im selben Raum sein. Schon ging die Sirene los. Schon komisch..

Aber kann ich deshalb diesem Menschen nicht mehr trauen?

Einem Menschen, den Kinder und Tiere nicht leiden können, ist nicht zu trauen.

Carl Hilty (1831 – 1909)

Wenn mich jemand im Freundeskreis enttäuscht hat, dann bin ich schon ein bisschen nachtragend und entziehe demjenigen erst mal mein Vertrauen.

Vielleicht hat derjenige Glück und es kommt zu einer Versöhnung – denn ich bin eigentlich sehr harmonisch eingestellt.

Vertraut

Wie liegt die Welt so frisch und tauig
vor mir im Morgensonnenschein.
Entzückt vom hohen Hügel schau ich
ins frühlingsgrüne Tal hinein.

Mit allen Kreaturen bin ich
in schönster Seelenharmonie.
Wir sind verwandt, ich fühl es innig,
und eben darum lieb ich sie.

Und wird auch mal der Himmel grauer:
Wer voll Vertraun die Welt besieht,
den freut es, wenn ein Regenschauer
mit Sturm und Blitz vorüberzieht.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

In diesem Sinne gilt manchmal:

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Wladimir Iljitsch Lenin

2 Kommentare

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