Ich glaub, ich bin JETZT WARM genug angezogen #Rezension @lovelybooks

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Bildrechte und Beschreibung: Edenbooks.de

Warum wir (meistens) am besten wissen, was gut für unsere Kinder ist

Eine Mütze trägt das Kind schon … lieber auch noch einen Schal dazu? Oder übertreibe ich dann schon? Und wie wahrscheinlich ist der Sturz vom Klettergerüst eigentlich? Helikoptere ich schon, wenn ich zufällig unter dem Gerüst stehe, um die Turnaktionen des Zöglings abzusichern?
Jan Abele legt mit seinem Debüt ein wichtiges Buch zum Thema Helikopter-Eltern vor. Seine These: Vielen Eltern wird Angst gemacht, dass sie zu fürsorglich sein und mit ihrer Erziehung übers Ziel hinausschießen könnten. Dabei ist es gar nicht so schwer, liebevoll zu erziehen, es dabei aber nicht zu übertreiben – und die wenigsten tun das auch tatsächlich. Wir verhätscheln unsere Kinder nicht, wir verbringen nur viel mehr Zeit mit ihnen als frühere Elterngenerationen. Wir überbeschützen und überwachen unsere Kinder nicht, wir sorgen nur dafür, dass sie keine Löcher in den Zähnen haben und sich gesund ernähren, weil wir heute viel besser informiert sind. Jan Abele liefert ein von Herzen kommendes Plädoyer für eine achtsame, liebevolle Erziehung und zeigt nebenbei ganz einfach, wie das geht und wie wir wieder unserem eigenen Gefühl vertrauen können, denn: Wir wissen am besten, was gut für unsere Kinder ist.

Meine Buchbewertung:

Ich habe hier schon sehr viele Ratgeber und Familienerziehungssachbücher rezensiert. Schaut gern mal im Blogarchiv vorbei.

Hierbei im Buch handelt es sich um eine persönliche Ansicht des Herrn Abele, die nicht jeder teilen muss.

So wie jeder selbst entscheiden muss, welchen Weg das eigene Kind gehen soll.

Ich gehe mit, dass Eltern authentisch sein sollen und keinen Renz-Polster oder Jesper Juul nachahmen sollten.

Aber eine eigene Urteilskraft sollte jedes Elternteil haben.

Ich denke da an die im Buch geschilderte Spielplatzsituation. Wenn ich jedes Wort eines Elternratgebers auf die Goldwaage lege, dann kann es nur schief gehen mit der Erziehung.

Wenn ich Gefahren sehe oder die Gesundheit meines Kindes gefährdet ist, helfe ich und unterstütze mein Kind und lass es nicht eine gefährliche Erfahrung machen.

Wer mich kennt, weiss, dass ich meine Kinder viel eigene Sachen probieren lasse und sie einen großen Freiraum haben.

Auf Seite 38 geht der Auto auf die Selbstständigkeit der Kinder ein.

„Ihr könnt gar nicht früh genug anfangen, eure Kinder um ihre Meinung zu bitten“

Viele zu viel eigene Entscheidungen zu treffen in dem Alter ist laut Michael Winterhoff (aus dem Buch „die Wiederentdeckung der Kindheit„, Gütersloher Verlagshaus 2017) nicht gut für die Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Sie seien überfordert und brauchen noch ein paar Hilfestellungen und jemanden, der ihnen so manche Entscheidung einfach abnimmt.

Der Große zum Beispiel zieht sich morgens schon ganz alleine an und wählt seine Klamotten selbst aus. Er fragt mich nur abundzu ob Lang- oder Kurzarm, je nach Wetter. Das klappt sehr gut. Er macht mir auch nicht den Eindruck der Überforderung, sondern er ist stolz das selbst und allein getan zu haben.

Die Kleine ist da etwas schwieriger. Ihr biete ich 2 Auswahlmöglichkeiten an, denn sonst wären wir bis Mittags nich nicht aus dem Haus 😉

Bei der Essensauswahl entscheide ich allein, was auf den Tisch kommt. Vielleicht frage ich mal zwischendurch was die beiden gern mal wieder essen würden. Aber wann es dies dann letztendlich gibt, bleibt meine Entscheidung..

Wer sich heute als Mitvierziger an seine Kindheit erinnert, den überkommt manchmal das Gefühl, als ob er in einem anderen Universum groß geworden sei. S. 27

Der 7. Sinn aus den 60ern denkt mir auch noch. im Buch wird er ebenfalls auf seite71 zum Thema Sicherheit/ängste erwähnt.

Kritik kommt wieder mal an Juul, wegen diesem Artikel aus 2013 über Kinder im Schulalter.

Zuvor war das Thema „Stilldauer bei Babys“ bei der die Nähe und Wichtigkeit der Bindung nicht in Frage steht.

Dann den Sprung in die Schulzeit ist im Buch etwas verwirrend und irritiert manchen Leser bestimmt.

Zu viel Nähe gibt es nicht. S. 115

Das würde ich nur altersabhängig unterschreiben. Ab einem gewissen Alter sollen meine Kinder auch das machen dürfen, was sie wollen und nicht ständig einen Elternteil „an der Backe“ haben müssen.

  1. Abschnitt beschäftigt sich mit Ernährungsbewusstsein.

Hier meine Meinung zur Ernärung mit Kindern:

https://kellerbande.wordpress.com/2016/04/28/mit-kindern-essen-oder-meine-missionfood4kids-rezension/

https://kellerbande.wordpress.com/2018/02/27/mein-jahr-2018-mit-jesperjuul-essen-kommen/

Bei uns sind 3 Kinder zu haben in der Familie „Tradition“.

Wir haben nur 2 und das nur aus Glück. Eigentlich hätten wir gar keine Kinder durch meine Krebserkrankung.

Daher bin ich bei dem Thema Einzelkind und Mehrfacheltern raus.

Jeder so wie er/sie kann und mag und medizinisch möglich ist, ohne Druck aus der Gesellschft.

Fazit:

Mir gefallen die Geschichten des Autors aus der Kindheit, mit Herrn Paschke und Co.

Aber als Ratgeber nicht brauchbar.


Vielen Dank an den Eden books Verlag und lovelybooks für den Gewinn des Rezensionsexemplares bei der Leserunde

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